Penzlin: Zwei neue Supermärkte an der B193 geplant
Penzlin: Zwei neue Supermärkte an der B193 geplant

In Penzlin soll ein kombiniertes Nahversorgungszentrum mit zwei Supermärkten entstehen. An der B193, gegenüber der Tankstelle, plant ein Investor Märkte der Ketten Edeka und Aldi. Ein nun vorgelegtes Einzelhandelskonzept bescheinigt der Kleinstadt eine Unterversorgung bei den Einkaufsmöglichkeiten. Die Studie einer Kommunalberatungsfirma war Voraussetzung, um einen Bebauungsplan für das Vorhaben am westlichen Stadtrand aufstellen zu können.

Kaufkraft fließt in umliegende Städte ab

Die beiden vorhandenen Discounter in der 4000-Einwohner-Stadt binden laut Konzept weniger als die Hälfte der lokalen Nachfrage. „Die Bürger gehen eher in Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren einkaufen“, erklärt Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (parteilos). Besonders im Sommer, wenn der Zeltplatz am See viele Gäste habe, werde der Mangel an Einkaufsmöglichkeiten deutlich.

Die Verkaufsflächendichte in Penzlin liege mit rund 650 Quadratmetern je 1000 Einwohner sowohl deutlich unter dem Bundesschnitt als auch unterhalb der für Grundzentren üblichen Spannbreite, so das Konzept der Hamburger Beratungsfirma Dr. Lademann & Partner.

2600 Quadratmeter neue Verkaufsfläche

„Der Bedarf ist wirklich da“, sagt Flechner. Insbesondere fehle ein Markt mit größerer Auswahl als bei Discountern – ein sogenannter Vollsortimenter. Die Pläne des Investors sehen insgesamt 2600 Quadratmeter neue Verkaufsflächen für die beiden Märkte vor.

Die Stadtvertretung Penzlin hatte im Februar einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Nach dem Vorliegen des Einzelhandelskonzepts könne der Plan nun aufgestellt werden. Bürgermeister Flechner rechnet mit einer Fertigstellung bis zum Frühjahr 2027. Nach Genehmigung des B-Plans bestünde Baurecht.

Aussagen zur Innenstadt

Das Konzept befasst sich auch mit der Leerstandssituation im Ortskern. Wegen zu geringer Passantenfrequenz, begrenzter Nachfrage und des allgemeinen Strukturwandels sei es schwierig, Nachnutzungen im kleinstädtischen Einzelhandel zu finden. Es gebe jedoch eine Chance: Seit der Schlecker-Pleite werde in der Penzliner Innenstadt ein Drogeriemarkt vermisst, so das Konzept laut Flechner.