Ein Großbrand hat am Sonntagvormittag die Autowerkstatt Wittfoth in Bützow nahezu vollständig zerstört. Bei Schweißarbeiten an einem Radkasten entzündete sich vermutlich zunächst unbemerkt die Innenausstattung eines Sanitätsfahrzeuges. Das Feuer breitete sich in Windeseile aus und löste den Großeinsatz aus.
Existenz in Flammen
Harald Dethloff, Inhaber der Werkstatt, musste mit ansehen, wie sein Lebenswerk den Flammen zum Opfer fiel. „Es ist eine einzige Katastrophe“, sagte er abseits des Feuers. Das Autohaus gibt es seit 1993, es wird inzwischen hauptsächlich als Werkstatt und Lager genutzt.
„In einem Jahr hätte ich in Rente gehen können“, so Dethloff. Er war am Sonntag nur zur Arbeit gefahren, um ein Fahrzeug für den TÜV am Montagmorgen vorzubereiten. „Ich habe das zuerst gar nicht mitbekommen. Ich habe dann gehört, dass es knistert. Als ich die Seitentür aufgeschoben habe, brannte es lichterloh“, erzählte er.
Großaufgebot der Feuerwehr
Da dem Fahrzeug ein Rad fehlte, konnte er es nicht schnell aus der Halle schieben. Die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Amt Bützow-Land rückten mit rund 85 Einsatzkräften zur Schwaaner Straße aus. Eine pechschwarze Rauchwolke war schon aus der Ferne zu sehen.
Neben einem Großteil des Gebäudes wurden auch zahlreiche Fahrzeuge zerstört. Wegen der Löscharbeiten und der starken Rauchentwicklung musste der Bereich weiträumig abgesperrt werden. Die L014 und der Bahnübergang in der Bahnhofstraße waren gesperrt.
Schaden in Millionenhöhe
Die umliegenden Wehren konnten den Brand um 13.15 Uhr als gelöscht melden. Personen wurden nicht verletzt. Laut Polizei sind insgesamt 14 Fahrzeuge, darunter auch Kundenfahrzeuge, beschädigt oder zerstört worden. Der Gesamtschaden wird auf eine Million Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Rostock hat den Tatort übernommen. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung wurde eingeleitet.