Der kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Teterow soll im Umgang mit Reizgas geschult und ausgerüstet werden. Die Entscheidung dazu liegt bereits mehr als ein Jahr zurück. Ordnungsamtsleiter Marcus Ode betont nun Anfang Oktober: „Es steht zeitnah ein Schulungstermin an.“
Pfefferspray in anderen Städten bereits etabliert
In manch anderen Städten werden Reizstoffsprühgeräte bereits durch den Ordnungsdienst genutzt. So hat die sächsische Landeshauptstadt Dresden den Gemeindlichen Vollzugsdienst seit einigen Jahren mit dem „behördlichen Einsatzmittel Pfefferspray RSG-6 ausgestattet“. Das Rathaus in Dresden betont, dass dieses „bisher gute Erfahrungen mit dem Einsatzmittel gemacht“ habe.
In Dresden darf das Reizgas nur zur Abwehr einer unmittelbaren Bedrohung oder eines Angriffs eingesetzt werden. Eine Statistik darüber, wie oft das Pfefferspray in den vergangenen Jahren zum Einsatz kam, wird dort nicht geführt. Ein Stadtsprecher schätzt jedoch: „Wir gehen aktuell von ca. 5 bis 10 Einsätzen des Pfeffersprays pro Jahr aus.“ Dresden ist dabei eine Großstadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern.
Herausforderungen beim Einsatz
Das Dresdner Ordnungsamt weist auf die Herausforderungen rund um das Einsatzmittel hin: Es „kann nur für die Nahdistanz genutzt werden“. „Beim Einsatz ist zudem mit einer Eigengefährdung durch die Sprührichtung zu rechnen sowie eine Anhaftung des Mittels am Gegenüber zu beachten“, so die Behörde in Sachsen.
Die Einweisung und Ausbildung rund um das Reizstoffsprühgerät dauert laut Stadt rund zwei Stunden. Zugelassen zu dieser Zusatzausbildung werden die Angehörigen des Gemeindlichen Vollzugsdienstes jedoch „nur nach zuvor abgeschlossenen Grundlehrgang in Deeskalation und Selbstverteidigung“.