Im DHL-Logistikzentrum in Leizen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist am Dienstagabend ein größerer Einsatz von Polizei und Feuerwehr angelaufen. Eine Mitarbeiterin hatte sich bei der Polizei gemeldet und über Symptome berichtet, die auf Quecksilber hindeuten könnten. Die Substanz soll sich an oder in einem Paket befunden haben.
Feuerwehr-Spezialisten im Einsatz
Spezialisten der Feuerwehr klärten am Abend, um welchen Gefahrstoff es sich genau handelt. Über 20 Mitarbeiter wurden vorsichtshalber evakuiert. Die Arbeit in dem Logistikzentrum ruht derzeit vollständig.
Welche konkreten Symptome die Frau aufwies, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Die Behörden sind seit dem Nachmittag an dem Standort im Einsatz.
Hintergrund: Quecksilber ist hochgiftig
Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Bei längerer Belastung kann das hochgiftige Schwermetall zu schweren Gesundheitsschäden führen. Durch das Einatmen von Quecksilberdämpfen können Gehirn, Lunge, Nieren und das Immunsystem dauerhaft geschädigt werden.
Ähnlicher Vorfall am Wochenende
Erst am Wochenende war in Mecklenburg-Vorpommern eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine Bewohnerin hatte online Blumen bestellt, in der Lieferung wurde der gefährliche Stoff entdeckt. Spezialkräfte der Feuerwehr aus Hamburg bestätigten den Verdacht. Zwei Bewohnerinnen mussten ärztlich behandelt werden.