Fotowettbewerb in Boizenburg: 153 Bilder zeigen die Stadt neu
153 Bilder zeigen Boizenburg aus neuen Blickwinkeln

Beim ersten Fotowettbewerb von „Hey Boizenburg“ haben mehr als 60 Menschen insgesamt 153 Fotos eingereicht. Eine Jury wählte daraus zehn Siegerbilder aus, die am 6. November im Heimatmuseum gezeigt werden. Die Initiative stammt von Astrid Grosch und Victoria Hahn, die mit ihrem Aufruf „Zeig uns Dein Boizenburg!“ die Stadt aus neuen Blickwinkeln präsentieren wollen.

Idee entstand auf der Bahnfahrt

Astrid Grosch und Victoria Hahn lernten sich auf dem Weg zur Arbeit nach Hamburg kennen, da beide mit der Bahn pendeln und dabei ins Gespräch kamen. Inzwischen engagieren sie sich bei der Initiative „Bürger für Boizenburg“. Grosch zog vor vier Jahren in die Elbestadt und zeigte Freunden und Bekannten in Hamburg auf Instagram, was sie an ihrer neuen Heimat schätzt. Ihre Fotos entstanden oft spontan mit dem Handy, ohne aufwendige Bearbeitung.

„Das ist toll hier, da muss man stolz auf seine Stadt sein“, sagt Grosch. Ihr fiel auf, dass Einheimische manche vertrauten Ansichten längst nicht mehr bewusst wahrnehmen. Ein Besuch bei der Vernissage eines Fotowettbewerbs im Archezentrum in Amt Neuhaus gab den beiden weiteren Ansporn. Dort hatten sich damals 42 Menschen beteiligt. Für Boizenburg nahmen sich die Frauen zunächst 30 Teilnehmer vor – dass es schließlich mehr als doppelt so viele wurden, überraschte sie selbst.

Jury wählte zehn Siegerbilder aus

Die dreiköpfige Jury bestand aus Sandra Hannikow, Annalena Lehnardt und Tilo Röpcke. Die Namen der Einsender waren bei der Begutachtung nicht bekannt. Zunächst sichtete jedes Jurymitglied die Fotos für sich und notierte zehn Favoriten. Anschließend wurden die Vorschläge auf einem großen Bildschirm gemeinsam betrachtet und diskutiert. Am Ende stand die Auswahl der zehn besten Aufnahmen fest.

Ein Bewertungsraster half bei der Entscheidung. Jeweils bis zu fünf Punkte waren für Motiv und Idee, Bildgestaltung und Komposition sowie emotionale Wirkung, Ausdruck und Innovation vorgesehen. „Ein gutes Foto muss nicht technisch perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass es den Betrachter berührt oder einen vertrauten Ort aus einer völlig neuen Perspektive zeigt“, so der Tenor der Jury.

Ausstellung am 6. November

Für die beiden Organisatorinnen stand früh fest, dass nicht nur die Siegerbilder gezeigt werden sollen. Sämtliche 153 Einsendungen werden deshalb im kleineren Format ausgestellt, die zehn ausgewählten Motive zusätzlich im Großformat. Am 6. November wird die Ausstellung mit einer Vernissage im Boizenburger Heimatmuseum eröffnet. Dann können die Besucher entdecken, wie unterschiedlich Menschen ihre Stadt wahrnehmen und welche Details selbst an vertrauten Orten noch überraschen können.