Die Kreishandwerkerschaft Güstrow hat am 24. September 37 junge Frauen und Männer in den Gesellenstand erhoben. Bei der feierlichen Freisprechung in „DasStudioZwei“ in der Glasewitzer Chaussee sprach der Kreishandwerksmeister die traditionellen Worte: „Kraft meines Amtes spreche ich Euch frei und erhebe Euch in den Gesellenstand.“
Beste Lehrling kommt aus Kogel
Lara Vieth schnitt im Gesamtergebnis der Prüfung am besten ab. Die 24-Jährige wurde als Fahrzeuglackiererin bei Kfz-Service Jakobs GbR in Kogel bei Zarrentin ausgebildet. „Ich hatte das Interesse für Autos und nach einem Praktikum in der Firma habe ich mich für diese Ausbildung entschieden“, erzählt sie. Mit ihrem Erfolg habe sie nicht gerechnet: „Es war anstrengend und herausfordernd, ist aber ein spannender Beruf.“
Die Lehrlinge wurden in Berufen wie Elektroniker, Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker, Tischler, Dachdecker, Maler und Lackierer, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Fahrzeuglackierer und Friseur ausgebildet. Fünfmal wurde die Note „gut“ vergeben, 17 Mal „befriedigend“ und 15 Mal „ausreichend“.
Umschüler und übernommene Gesellen
Benjamin Fuchs hat eine Umschulung zum Tischler absolviert und wurde in der Tischlerei bei Tobias Lenke in Güstrow ausgebildet. „Es war die richtige Entscheidung für mich“, sagt der 39-Jährige. Er wurde übernommen.
Kreishandwerksmeister Steffen Schröder betonte: „Das Handwerk hat goldenen Boden.“ Viele Betriebe seien gut ausgelastet und die meisten Handwerker zufrieden. Die hohen Kosten für Benzin und Energie würden allerdings etwas belasten.
Nachwuchs im Friseurhandwerk fehlt
Geschäftsführer Ulf Gudacker blickt positiv in die Zukunft: „Es werden nicht unbedingt mehr Handwerker, aber es wird für die, die noch da sind, etwas einfacher.“ Im Altkreis Güstrow gebe es zwischen 1100 und 1200 Handwerksbetriebe, die Zahlen bleiben stabil. „Gerade im Friseurhandwerk ist der Nachwuchs Mangelware“, betont er.
Auch Lauryn Ahrens aus Grevesmühlen gehört zu den neuen Gesellen im Bereich Fahrzeuglackiererei. „Ich mag Autos sehr gern und finde es toll, zu sehen, wie die Autos nach meiner Arbeit aussehen, wie neu“, erzählt sie. Auch sie wurde übernommen und wird weiterhin in diesem Beruf arbeiten.