In der Nacht zu Sonntag ist im Penzliner Ortsteil Alt Rehse ein Brand in einem alten Scheunengebäude ausgebrochen. Das markante Speicher-Gebäude, das weithin sichtbar mit teils skurril anmutenden Plakaten beklebt ist, stand in Vollbrand.
Alarmierung und erster Einsatz
Gegen 22:45 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. Als kurz darauf die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Nach Berichten von Augenzeugen war kurze Zeit später ein Großaufgebot der Feuerwehr vor Ort. Auch Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (parteilos) war bereits kurz nach dem Alarm zur Stelle.
Die Einsatzkräfte konnten letztlich aber nicht viel bewirken: Das Gebäude war nicht zu retten, es galt nur, ein Ausgreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern.
Feuerschein bis Neubrandenburg
Die Flammen des brennenden Dachstuhls waren bis in die Nachbarorte sichtbar, der Feuerschein bis nach Neubrandenburg. In Alt Rehse waren zahlreiche Bewohner auf den Beinen, um sich das Geschehen auf der Straße anzuschauen und sich mit den Nachbarn auszutauschen.
Nach bislang unbestätigten Informationen von Anwohnern vor Ort soll ein Bewohner des Gebäudes durch die Einsatzkräfte vom Grundstück gebracht worden sein. Die Rettungskräfte gingen am Abend zunächst nicht davon aus, dass es weitere Verletzte gegeben habe, Teile des Gebäudes konnten wegen des weit fortgeschrittenen Feuers aber nicht mehr durchsucht werden.
Vorgeschichte des Gebäudes
Das markante Gebäude in Alt Rehse sorgte in den vergangenen Jahren mehrfach für Kontroversen - nicht nur wegen der Plakate, die der aktuelle Besitzer daran angebracht hatte. Ein Bewohner des Gebäudes geriet zudem auch mehrfach in Konflikt mit den Behörden. Penzlins Bürgermeister Sven Flechner klagte bereits vor Jahren über Bedrohungen – bis hin zum Mord – gegen Mitarbeiter der Verwaltung. Auch Flechner selbst war zeitweise durch Inschriften an dem Gebäude beschimpft worden.