Bürgerinitiative in Bresewitz unterstützt Spielplatzbau
Bürgerinitiative in Bresewitz für Spielplatz

Im Friedländer Ortsteil Bresewitz hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, die den Bau eines Spielplatzes im Dorf unterstützt. Dabei handele es sich um eine „offene Interessengemeinschaft, die sich aus der Dorfgemeinschaft herausgebildet hat“, erfuhr der Nordkurier von den Mitgliedern.

Hecke soll als Schutz gepflanzt werden

Rund 50 Personen in Bresewitz unterstützen laut der Bürgerinitiative den Bau des Spielplatzes. Klar ist jedoch auch: Nicht alle Bresewitzer sind für den Bau. Valentina Shigalejew hatte gemeinsam mit weiteren Anwohnern kürzlich den Spielplatz-Bau kritisiert und insbesondere befürchteten Lärm als Sorge angebracht.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative sehen das anders. Zum angrenzenden Wohngebäude soll eine Hecke gepflanzt werden, diese sorge für Sichtschutz, Lärmminderung und Privatsphäre. Auch Friedlands Bürgermeister Frank Nieswandt (Die Linke) bestätigte dem Nordkurier, dass eine Hecke gepflanzt werden soll. Generell sei der Spielplatzlärm tagsüber zu erwarten, da Nutzungszeiten gelten und die Nachtruhe eingehalten werden soll, merken die Mitglieder der Bürgerinitiative an. Die Dorfgemeinschaft will zudem darauf achten, dass es auf dem Spielplatz ordentlich bleibt.

„Die überwältigende Mehrheit des Dorfes steht hinter dem Spielplatz. Nur ein sehr kleiner Teil ist tatsächlich dagegen“, heißt es von den Anwohnern, die den neuen Spielplatz befürworten. Der gewählte Standort sei zentral, sicher, beleuchtet und gut erreichbar. Zudem sei der vollständig eingezäunte Spielplatz wichtig, damit die Kinder einen sicheren Ort zum Spielen fernab der Landstraße haben. Für die Kinder sei der Spielplatz zudem ein geschützter Raum, „den sie angstfrei nutzen können“.

Mehrere Firmen haben sich beteiligt

Auch den Vorwurf, dass sich der Spielplatz zu einem Treffpunkt für Bier trinkende Jugendliche entwickeln könnte, weist die Bürgerinitiative zurück. Die ältesten Kinder des Dorfes seien 13 Jahre alt. „Der Vorwurf, sie würden abends alkoholisiert auf dem Spielplatz sitzen, ist unbegründet und unverschämt“, heißt es von den Spielplatz-Befürwortern.

Der Spielplatz sei ein „Gemeinschaftswerk vieler engagierter Menschen und lokaler Unternehmen“. Mehrere Firmen aus der Region und zahlreiche Bürger hätten sich an dem Bau beteiligt. Die Bürgerinitiative dankt insbesondere dem Bauhof der Stadt Friedland, der GKM Güstrower Kies & Mörtel GmbH sowie dem Flächeneigentümer Robert Heitmann und seiner Firma.

Eine Dorfbewohnerin werde sogar 15 junge Bäume spenden, die rund um den Spielplatz gepflanzt werden sollen. „Jedes Kind aus Bresewitz darf eine Patenschaft übernehmen, seinen Baum selbst einpflanzen und ihm einen Namen geben“, freuen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative. Das schaffe eine persönliche Bindung und mache den Spielplatz zu einem Ort, „der wirklich den Kindern gehört“.

15.000 Euro gab es an Fördermitteln

Auf Nordkurier-Anfrage teilt auch Friedlands Bürgermeister Frank Nieswandt mit, dass der Wunsch nach einem Spielplatz in Bresewitz „im letzten Jahr von den Bewohnern nachdrücklich geäußert wurde“. Umgesetzt werden konnte das Projekt aufgrund der finanziellen Situation der Stadt nur mit Fördermitteln des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). Insgesamt 15.000 Euro gab es an Fördermitteln für den Spielplatz, 3750 Euro musste die Stadt selbst an Eigenmitteln beisteuern.

Fünf Standorte seien in Bezug auf eine gute Erreichbarkeit, die Verfügbarkeit der Fläche und die Beschaffenheit des Untergrundes „genauer betrachtet“ worden. „Letztlich fiel die Wahl auf den jetzigen Standort, was auf einer weiteren Ortsbegehung der Einwohner von einer übergroßen Mehrheit dort begrüßt wurde“, stellt der Bürgermeister klar.

Für den Lärm- und Sichtschutz in Richtung der Grundstücke ist die schon genannte Pflanzung der Hecke geplant. Die Umsetzung soll noch in diesem Herbst erfolgen. Ob es tatsächlich trotz der Hecke zu den befürchteten Lärmbelästigungen kommt, ist laut dem Bürgermeister „nur mit konkreten Messungen und dem Führen von Lärmprotokollen“ festzustellen.

TÜV muss den Spielplatz noch abnehmen

Die Einweihung des Spielplatzes ist derzeit für den 31. Oktober geplant, beim Amt Friedland ist die Veranstaltung laut der Bürgerinitiative schon offiziell angemeldet. Zahlreiche Vereine, Firmen und Privatpersonen seien an den Vorbereitungen und an der Einweihung beteiligt.

Der TÜV müsse den Spielplatz nach der Fertigstellung noch abnehmen, auch Abschlussarbeiten am Zaun stehen beispielsweise noch an. Zudem stehen noch einige organisatorische Punkte auf der Liste der Bürgerinitiative, bevor die Eröffnung am 31. Oktober gefeiert werden kann. „Es fehlen nur noch die letzten Handgriffe“, heißt es.