Bundespreis fürs Moortheater überrascht Gründerin und macht Mut
Bundespreis fürs Moortheater überrascht Gründerin

Das Moortheater Malchin ist in Berlin mit dem Bundespreis Heimatengagement ausgezeichnet worden. Für Mitgründerin Uta Berghöfer kam die Ehrung überraschend.

Überraschende Auszeichnung

Das Moortheater Malchin, das Berghöfer gemeinsam mit Lars Grünwoldt und dem Verein „Freunde Fritz Greve“ vor elf Jahren gegründet hat, gehört zu den Preisträgern. Beworben hatte sich der Verein dafür nicht, sagte Berghöfer. Erst in einer E-Mail habe sie erfahren, dass ihr Projekt zu den Preisträgern gehört. Wer es für den Preis vorgeschlagen hat, wisse sie nicht.

„Aber wir sind unheimlich stolz darauf“, meinte sie. Das motiviere, weiterzumachen. Der Preis wurde erstmals vergeben, gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium und vom Bund für Heimat und Umwelt. Er ist mit 1000 Euro dotiert.

Hohe Anerkennung

Die Preisverleihung in der Bayerischen Vertretung sei sehr aufregend gewesen, so Berghöfer. „Das ist eine hohe Anerkennung, ohne dass wir es gewusst haben, etwas Besonderes“, meinte sie.

Das Moortheater macht die besondere Landschaftsform Moor mit Schauspiel, Gesang und Musik erlebbar. Mit einer Aufführung hatte es 2015 begonnen. Inzwischen sind in jedem Jahr vier Aufführungen an einem Wochenende im Sommer ausverkauft. „Wir überlegen tatsächlich, ob wir noch eine fünfte spielen“, verriet die Initiatorin.

Einladung zur Grünen Woche

Die jüngste Inszenierung führte ins Jahr 2180, bei der eine Raumschiff-Besatzung auf der Erde auf Erdlinge und andere Wesen traf. Dabei verwandelte sich die gesamte Umgebung des „Moorbauern“ an der Peene zu einer Bühne. Auch ein Film über das Moortheater ist zum zehnjährigen Bestehen entstanden.

Der Verein ist im Januar zur Grünen Woche eingeladen, um dort das Projekt einem breiten Publikum vorzustellen. Dann wolle Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) sie persönlich empfangen. Die Preisverleihung habe ein Staatssekretär für ihn übernommen.

Die 1000 Euro Preisgeld sollen für die nächste Inszenierung im kommenden Jahr verwendet werden, so Berghöfer. Eine Idee für das neue Stück gebe es auch schon. „Aber das wird noch nicht verraten.“ Ausgezeichnet wurden insgesamt sechs Projekte, neben Malchin kamen diese aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. 26 Vorhaben waren nominiert für diesen ersten Bundespreis Heimatengagement.