Die erste Heimniederlage der Saison ist perfekt: Der Fußball-Oberligist SV Siedenbollentin hat daheim gegen Tennis Borussia Berlin eine knappe 0:1-Niederlage kassiert. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen konnten die Gastgeber auch diesmal nicht überzeugen. Vor allem im Spiel mit dem Ball leistete sich die Mannschaft zu viele Fehler. Trotz der Niederlage bleibt der SVS Tabellenzweiter.
Enttäuschung beim SVS-Coach
„Das hatten wir uns sicherlich anders vorgestellt. Das ist jetzt schon das dritte Spiel in Folge, in dem wir nicht das abrufen, was wir eigentlich können. In Ballbesitz ist die Fehlerquote derzeit viel zu hoch“, zeigte sich SVS-Coach Christoph Haker nach der Partie maßlos enttäuscht.
Dabei entwickelte sich vor knapp 250 Zuschauern zunächst eine intensive, aber höhepunktarme Begegnung. Der SVS kam durch Daniel Eidtner zu zwei, drei verheißungsvollen Aktionen, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Auch die Gäste aus der Bundeshauptstadt suchten ihre Möglichkeiten. In aussichtsreichen Situationen war die Siedenbollentiner Defensive jedoch zur Stelle und klärte gleich zweimal unter dem lautstarken Jubel der heimischen Fans.
Defensive stark, Offensive harmlos
„Wenn es etwas Positives aus diesem Spiel zu ziehen gibt, dann den Fakt, dass wir defensiv wirklich gut gestanden haben“, betonte Haker. Tatsächlich ließen die Gastgeber nur wenig zu, während auf der anderen Seite die entscheidenden Offensivaktionen fehlten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Klare Torchancen waren weiterhin Mangelware, beide Abwehrreihen bestimmten das Geschehen. Kurz nach Wiederanpfiff setzte Tom Kliefoth nach einem Dribbling aus der eigenen Hälfte mit einem ersten Warnschuss ein Zeichen. Doch ein Treffer wollte den Gastgebern an diesem Nachmittag nicht gelingen.
Elfmeter entscheidet
So fiel die Entscheidung auf der Gegenseite: In der 74. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul nahe der Strafraumgrenze auf den Elfmeterpunkt. Gästespieler Anton Christoph Yazdan Pourfard ließ Mika Schneider im SVS-Tor keine Chance. Für den SVS besonders bitter, ließen sie aus dem Spiel doch wenig zu.
In der Schlussphase warf Siedenbollentin noch einmal alles nach vorn. Haker wechselte insgesamt viermal und richtete sein Team offensiver aus. Fünf Minuten vor dem Ende bekam „Bolle“ zudem Überzahl, nachdem Berlins Verteidiger Illia Getmanchuk nach einer Tätlichkeit gegen Kliefoth des Feldes verwiesen worden war. Doch auch diese personelle Überlegenheit brachte nicht mehr den erhofften Ausgleich.
SV Siedenbollentin mit: Schneider, Röth, Hartig (69. Kortüm), Ladwig, Guth (69. Fijalkowski), Klimko, Knechtel (78. Möller), Eglseder, Wrebiakowski, Kliefoth, Eidtner (69. Appiah)