Herbstlaub: Wie ein Blatt traurig und froh zugleich machen kann
Herbstlaub: Wie ein Blatt traurig und froh zugleich machen kann

Der Herbst ist die Jahreszeit des Abschieds, der versprochenen Stille nach dem heiteren quirligen Sommer. Das Jahr bindet sich die Schuh, wenn er auftaucht. Man muss ihn nicht mögen, weil er auch Dunkelheit und bis zum nächsten Aufblühen eine lange Pause bringt.

Ein launiger Geselle mit Konfetti

Aber man kann ihn bewundern und bestaunen, diesen launigen Gesellen, der noch so manche stille Nacht beschert, aber gleichsam im Sturm mit „Konfetti“ wirft. Denn das Laub lädt nicht nur immer wieder Kinder zum Sammeln der roten, grünen, gelben und auch grünen Blätter ein, die manche gern noch zu einer Kette winden.

Die Verbundenheit im Detail

Nein, wenn man genau hinsieht, dann erkennt man, dass wir alle ein Teil des Erden-Lebens sind – die feinen Adern und Linien auf den Blättern ähneln denen auf unseren Händen. Darum wäre es schön, wenn man diese Verbundenheit zu allem, was kreucht und fleucht, sehen und demütig schätzen würde – denn lange währt sie nicht, die Zeit auf diesem wunderbaren Planeten.

Und um wie viel schöner könnten die gezählten Tage sein – ganz ohne Hass, Krieg, Gewalt, sondern einfach nur im Da-Sein, wachsen und reifen und vergehen … ganz wie ein Blatt. Wie Linien der Hand – und auch ein paar „Finger“ haben die Blätter. Meist bestaunt man sie nur im Herbst, wenn sie herabgefallen sind, oder im Lenz, wenn alles zartgrün ein neues Aufblühen verspricht.