Junior-Guide-Ausbildung: Schüler führen durch Stavenhagens Geschichte
Junior-Guide: Schüler führen durch Stavenhagens Geschichte

Fünf Schüler der Klassenstufe G 10 des Reuterstädter Schulcampus haben in Stavenhagen die Ausbildung zu den ersten „Junior-Guides“ begonnen. Das Pilotprojekt zwischen Museum, Alter Synagoge und Schulcampus soll Jugendliche künftig selbst Geschichte, Literatur und Orte ihrer Stadt vermitteln lassen.

Neues Kapitel kultureller Bildungsarbeit

„Damit begann in der Reuterstadt ein neues Kapitel kultureller Bildungsarbeit“, erklärt Torsten Jahn, Leiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Mit dem Pilotprojekt sollen Jugendliche künftig selbst Geschichte, Literatur und Orte ihrer Stadt vermitteln und damit zeigen, dass Heimatkunde alles andere als verstaubt sein müsse.

Im Mittelpunkt stehen Literatur- und Stadtgeschichte. „Wir begeben uns auf einen neuen Weg, die Vermittlung von Geschichte, Literatur und Heimatkunde für junge Besucher attraktiv zu gestalten“, so Jahn. Die Initiative gehe vom Museum aus und werde in Kooperation mit der Schule sowie der Alten Synagoge umgesetzt.

Ausbildung mit Schwerpunkten

Das Konzept soll jungen Leuten ermöglichen, Führungen im Reutermuseum und an ausgewählten Orten der Stadt mitzugestalten. Bei einem ersten Treffen wurden Inhalte und Ziele der Ausbildung abgesteckt. Schwerpunkte seien Kenntnisse zu Fritz Reuter, zur Literatur- und Stadtgeschichte sowie zur Vermittlung historischer Themen an unterschiedliche Besuchergruppen.

Die Teilnehmer sollen ihr Wissen später an nachfolgende Kurse weitergeben. Das Museum und der Schulcampus arbeiten bereits seit Längerem zusammen. Mit der Einbindung der Alten Synagoge komme ein weiterer Ort historischer Bildung hinzu.

Beitrag zur Teilhabe an Geschichte

Die Ausbildung ist als Beitrag zu einer breiteren Teilhabe an Geschichte angelegt. Jugendliche sollen historische Inhalte nicht nur kennenlernen, sondern eigenständig darstellen und einordnen. „Damit wird kulturelles Erbe vor Ort lebendig und für eine junge Generation neu erfahrbar“, so Jahn.