Löcknitz: 20.000 Euro Wartung für ungenutzte Schule? Gemeindevertreter üben Kritik
Löcknitz: 20.000 Euro Wartung für ungenutzte Schule?

In Löcknitz sorgt die Wartung der neuen Regionalen Schule für Diskussionen. Rund 20.000 Euro stehen für die noch ungenutzten technischen Anlagen im Raum. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung blieb jedoch unklar, wofür genau das Geld ausgegeben werden soll und für welchen Zeitraum.

Kritik an hohen Kosten für ungenutzte Anlagen

Die Gemeindevertreter sollten über die Einleitung eines Vergabeverfahrens für einen Wartungsvertrag entscheiden. Dieser umfasst Fenster, Außentüren, die Pfosten-Riegel-Fassade sowie Sonnenschutzanlagen. Gemeindevertreter Ulf Michalsky reagierte mit deutlicher Kritik: „20.000 Euro für eine Wartung von technischen Anlagen, die noch nie benutzt worden sind. Das ist doch Wahnsinn.“

Die Fenster sind ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudekonzepts. Spezielles Glas und automatisch öffnende und schließende Fenster sollen zusammen mit der Holzfassade für ein angenehmes Raumklima sorgen. Eine Klimaanlage ist nicht vorgesehen. Bauamtsleiter Karsten Stahl hatte es früher so formuliert: „Die Fenster sind unsere Klimaanlage.“

Fragen zur Wartung bleiben offen

Die neue Schule ist für rund 300 Schüler ausgelegt und umfasst etwa 4.000 Quadratmeter Nutzfläche. Die Baukosten waren zuletzt auf rund 17 Millionen Euro angewachsen. Nun rückten die Folgekosten in den Mittelpunkt. Offen blieb, ob sich die 20.000 Euro auf ein oder zwei Jahre beziehen, welche Wartungsarbeiten erforderlich sind und ob mehrere Firmen beauftragt werden müssen. Auch die Vorgaben zur Erhaltung von Garantieansprüchen waren unklar.

Aus der Gemeindevertretung kam die Forderung, Kosten und Vertragsgrundlagen genauer zu prüfen. Eine abschließende Entscheidung im Hauptausschuss wurde vorgeschlagen. Schließlich wurde beantragt, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen.

Bürgermeister räumt Mängel ein

Bürgermeister Detlef Ebert (CDU) räumte im Gespräch mit dem Nordkurier ein: „Das war nicht richtig von der Verwaltung ausformuliert.“ An der Notwendigkeit eines Wartungsvertrags hält er jedoch fest. „Wir müssen ja einen Wartungsvertrag machen letztendlich.“

Ohne die vorgeschriebene Wartung drohe der Verlust von Garantieansprüchen. Ein späterer Schaden könne die Gemeinde erheblich teurer zu stehen kommen. Die schweren Fenster seien mithilfe eines Roboters eingesetzt worden, erläuterte Ebert. Solche Bauteile bekomme Löcknitz nicht für 500 Euro ersetzt.