Malchow: Drehbrücke wechselt in den Herbst- und Winterbetrieb
Malchow: Drehbrücke wechselt in den Herbstbetrieb

Seit dem 1. Oktober endet der reguläre Betrieb der Malchower Drehbrücke bereits um 16 Uhr. Im November verkürzen sich die Öffnungszeiten weiter auf 15 Uhr. Ab dem 1. Dezember bleibt die Brücke dann regulär bis Ende Februar geschlossen. Wer in dieser Zeit mit einem Boot passieren muss, kann im Malchower Rathaus eine Sonderöffnung beantragen.

Verkürzte Öffnungszeiten ab Oktober

Zur vollen Stunde kommt Bewegung in die Drehbrücke: Die Schranken schließen sich, die Brücke senkt sich ab und dreht zur Seite. Boote können passieren, während Autos und Fußgänger warten. Dieses Bild gibt es im Herbst jedoch immer seltener. In der ruhigeren Zeit sind die Brückenwärter lediglich in Bereitschaft.

Saison ohne größere Zwischenfälle

Für Brückenwärter Peter Brügger geht damit seine zweite Saison langsam zu Ende. „Wegen des Wetters ist sie ein bisschen schleppend angelaufen“, erzählt er. Das sei aber nichts Ungewöhnliches gewesen. „Die Hauptsaison war wie immer.“ Größere Besonderheiten habe es kaum gegeben.

Doch ein Zwischenfall fällt ihm ein: Eine der Schranken funktionierte zeitweise nicht richtig. Das System der Drehbrücke ist so aufgebaut, dass die einzelnen Schritte aufeinander folgen. Zunächst müssen die Schranken schließen. Erst danach senkt sich die Brücke ab und kann sich drehen. Bleibt eine Schranke oben, bleibt auch die Brücke stehen. Drei oder vier Öffnungen konnten deshalb nicht durchgeführt werden. Die zuständige Firma aus Rostock sei jedoch schnell vor Ort gewesen, berichtet Brügger. Danach lief wieder alles wie gewohnt.

Sicherheit und Wartung

Dass die Brücke in einem solchen Fall nicht öffnet, dient der Sicherheit. Bei geöffneter Drehbrücke entsteht beispielsweise auf einer Seite unmittelbar eine offene Kante zum Wasser. Wenn technisch alles funktioniert, öffnet die Drehbrücke innerhalb der Betriebszeiten zur vollen Stunde. Maximal 25 Minuten darf sie geöffnet bleiben.

Brügger arbeitet seit zwei Jahren als Brückenwärter. Der Rentner macht den Job wie seine Kollegen nebenbei und bereut seine Entscheidung nicht. Besonders gefallen ihm die Abwechslung und der Kontakt zu den Menschen. Früher stand unmittelbar an der Brücke ein kleines Häuschen für die Brückenwärter. Nach der Sanierung fiel es weg. Heute halten sie sich zwischen den Öffnungen im dazugehörigen Büro auf.

Dass trotzdem immer wieder Fragen auftauchen, erlebt Brügger regelmäßig. Erst vor Kurzem meldete sich ein Bootsfahrer etwa zehn Minuten nach der letzten regulären Öffnung. Noch einmal spontan öffnen konnte er die Brücke nicht. Stattdessen erklärte er, wie eine Sonderöffnung beantragt werden kann.

Auch die ruhigere Zeit wird an der Drehbrücke genutzt. Im Herbst und im Frühjahr stehen Wartungsarbeiten an. Bewegliche Teile werden kontrolliert und abgeschmiert, die Technik wird überprüft. Bis Ende November dreht sich die Brücke also noch nach dem verkürzten Fahrplan. Danach beginnt die Winterpause, jedenfalls solange keine Sonderöffnung beantragt wird.