Nach über 20 Jahren Stillstand: 32 Wohnungen am Malchiner Teichberg
Nach 20 Jahren Stillstand: 32 Wohnungen in Malchin

Am Malchiner Teichberg hat nach einer Reihe gescheiterter Projekte die Bebauung begonnen. Auf dem Gelände wird ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit 32 Mietwohnungen errichtet. Derzeit werden große Mengen Erdreich bewegt und Pfähle in den Boden gerammt, auf denen später die Bodenplatte des Gebäudes aufliegen soll.

Rohbau bis Jahresende geplant

„Jetzt gibt es kein Zurück mehr, jetzt geben wir Vollgas“, sagt Ralf Arendt, Geschäftsführer der Quartier Immo Invest GmbH, die das acht Millionen Euro teure Projekt umsetzt. Etwa 80 Prozent der 32 Mietwohnungen seien bereits für Interessenten reserviert. Gewerberäume im Erdgeschoss, die in früheren Entwürfen vorgesehen waren, sind nicht mehr Teil des Projekts.

Der Investor hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bereits zum Jahresende soll der Rohbau stehen, Ende des kommenden Jahres soll das Gebäude fertig sein. „Natürlich sind wir da in den nächsten Monaten auch von der Witterung abhängig, aber ich denke, dass das zu schaffen ist“, erklärt Arendt.

Pfahlgründung wegen unsicherem Untergrund

Die Entscheidung für eine Pfahlgründung fiel, weil die Beschaffenheit des Untergrunds unsicher war. Auf dem Areal stand zu DDR-Zeiten eine Kaufhalle, deren Baugrund mit unterschiedlichen Materialien aufgeschüttet worden war. Die Halle wurde vor mehr als 20 Jahren abgerissen.

„Aus heutiger Sicht wäre die Pfahlgründung vielleicht gar nicht nötig. Das ist jetzt fast schon die Auslegung für ein Hochhaus“, findet Arendt. Das Bauwerk wird auf 84 Pfählen ruhen, die bis zu zwölf Meter tief in den Boden gelassen werden.

Frühere Projekte scheiterten an Finanzierung

In den vergangenen Jahren hatten mehrere Investoren ehrgeizige Pläne für das Areal nahe des historischen Fangelturms entworfen, die aber stets an der Finanzierung gescheitert waren.