Richtfest in Schwaan: Neue Tourismusbegegnungsstätte am Warnowufer entsteht
Richtfest: Neue Tourismusbegegnungsstätte in Schwaan

In Schwaan entsteht an der Warnow ein neuer Treffpunkt für Touristen und Vereine. Beim Richtfest wurden die Pläne für das Gebäude in der Warnowstraße 1b vorgestellt. Die Kosten sind gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich gestiegen.

Ein Haus für Tourismus und Vereinsleben

Bürgermeister Mathias Schauer erklärte, dass die Planungen bereits vor drei Jahren begonnen haben. Auf dem Gelände, wo zuvor alte Schuppen standen, soll bis Ende des Jahres ein Gebäude fertig werden. Es verbindet touristische Angebote mit Vereinsleben. „Wir haben das so geplant, dass wir hier die Nutzung für touristische und Vereinszwecke haben“, so Schauer.

Das Gelände wird bereits für den Betrieb des Ausflugsbootes „Warnowlöper“ genutzt. Der Neubau umfasst knapp 200 Quadratmeter und bietet zusätzliche Funktionen. Dazu gehört ein öffentliches, barrierefreies WC, das das Areal auch für Besucher und Kanufahrer attraktiver machen soll.

Räume für Gäste, Bootsbetrieb und Vereine

Die Fläche verteilt sich auf drei Bereiche. Etwa die Hälfte ist für die Warnow-Tourism GmbH vorgesehen, die dort Ausrüstung und Materialien für den Bootsbetrieb unterbringen will. Im vorderen Teil entsteht ein Informationsbereich, in dem sich Touristen Informationen über Stadt und Umgebung holen können. Dazu kommt ein großer Raum mit Terrasse, den der neu gegründete Verein Krasemannscher Hof für Veranstaltungen nutzen soll.

Renee Recke, geschäftsführender Gesellschafter der Warnow-Tourismus GmbH und Vorsitzender des Vereins, sieht in der Verbindung eine Chance. Der Krasemannsche Hof soll Menschen verschiedener Generationen zusammenführen. Zu den Hauptaufgaben gehöre „das Zusammenführen von Jung und Alt“, sagt Recke.

Schutz der Natur und gestiegene Kosten

Die Lage am Fluss bringt besondere Anforderungen mit sich. „Wir bewegen uns hier in einem richtig schönen, aber sensiblen Gebiet an der Warnow“, betont Recke. Natur-, Vogel- und Trinkwasserschutz müssten bei der Nutzung berücksichtigt werden. „Wir müssen mit diesem sensiblen Gebiet natürlich sehr rücksichtsvoll umgehen“, so Recke.

Die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich verändert. „Geplant waren die Kosten mal bei 790.000 Euro“, sagt Schauer. Inzwischen liege das Projekt einschließlich der Außenanlagen bei knapp einer Million Euro. 312.000 Euro Fördermittel fließen in den Neubau. Recke führt den Anstieg auf die Preisentwicklung während der Planungs- und Bauzeit zurück. „Jede 1000 Euro, die mehr aufgebracht werden müssen, sind natürlich eine Herausforderung“, sagt er.

Trotz der Mehrkosten überwiegt die Freude über den Baufortschritt. Recke zeigt sich froh, „dass wir den Neubau so weit vorantreiben konnten“. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant, kündigt Schauer an. Dann soll der Standort Gästen Informationen bieten, Vereinen Raum für Veranstaltungen und jungen wie älteren Menschen einen Ort der Begegnung.