Schülerpraktikant Maximilian Meyer hat eine Woche in der Lokalredaktion der Schweriner Volkszeitung in Parchim verbracht. Er berichtet, wie vielfältig der Lokaljournalismus ist und was ihn ausmacht.
Erster Termin in Plau am See
Direkt am ersten Tag ging es nach Plau am See. Dort traf das Redaktionsteam Hendrik Heiser, der nach Jahren auf den Plauer Fahrgastschiffen und bei der Reederei Aida nun Binnenschifffahrtskapitän ist. Heiser sprach offen über seinen Weg, seinen Alltag und seine Zukunftspläne. Meyer erhielt Einblicke in einen seltenen Beruf, der an der frischen Luft und im Kontakt mit Menschen stattfindet.
Große Projekte und kleine Geschichten
Ein weiteres Thema war der Bau eines Hubschrauberlandeplatzes bei der Asklepios Klinik Parchim. Geschäftsführer Stefan Scharnetzki gab Informationen zur Planung des Millionen-Projekts. Meyer war beeindruckt von der Größe des Vorhabens und den vielen Gesetzen, Vorgaben und Regelungen, die beachtet werden müssen.
Auch kleinere Angelegenheiten gehörten zum Praktikum: der Besuch bei der evangelischen Grundschule „Paulo Freire“ in Parchim, wo eine Fortbildung für Lehrer zum Thema „Unterricht im Wald“ stattfand, sowie die Weihnachtsbaumplantage von Stefan Lorenz in Ruest, auf der das SVZ-Bäumchen „Tannelore“ steht.
Eine wichtige Aufgabe war das Fotografieren vor Ort. Überraschend kam für Meyer, dass dafür sogar eine Drohne genutzt wird, um die Region von oben zu fotografieren.
Fazit nach fünf Tagen
Meyer erkannte, dass Lokaljournalismus das ist, was direkt vor der Haustür der Menschen passiert. Er wurde ermutigt, Eigeninitiative zu zeigen, eigene Notizen zu machen, Fragen zu formulieren und Artikel zu verfassen. Begleitet wurde er von einer erfahrenen Redakteurin.
Sein Fazit: Journalismus ist immer da, aber die Arbeit dahinter – Terminabsprachen, Recherche, Gespräche – macht den Großteil aus. Lokale Themen werden interessanter, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Das Bild von hektischem Journalismus aus Hollywood-Filmen hat sich geändert.