Restaurierte Skulptur „Lütt Matten“ kehrt an neuen Standort in Waren zurück
Skulptur „Lütt Matten“ nach Restaurierung zurück in Waren

Die Skulptur „Lütt Matten de Has“ des Warener Künstlers Walther Preik (1932–2018) ist nach längerer Reparatur wieder in der Stadt. Sie steht nun zwischen den Birken in der ersten Grünfläche an der Strandstraße. Das teilte Stadtsprecherin Maxi Rühlmann mit.

Reparatur nach Vandalismus

Die Reparatur des Kunstwerks dauerte einige Zeit, unter anderem weil eine spezialisierte Werkstatt nur in Berlin zu finden war. Im Jahr 2024 wurde die Skulptur zum zweiten Mal in Folge Opfer von Vandalismus. Der Fuchs wurde damals gewaltsam aus der Plastik gebrochen und in die Müritz geworfen. Glücklicherweise konnte die Figur kurze Zeit später geborgen werden. Die Polizei ermittelte die Täter, die gerichtlich zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt wurden.

Fabel vom naiven Hasen

Die beliebte Skulptur greift die Fabel „Lütt Matten de Has“ des niederdeutschen Dichters Klaus Groth auf. Darin vertraut der Hase „Lütt Matten“ auf der Suche nach einem Tanzpartner ausgerechnet dem Fuchs – der ihn letztlich frisst.

Walther Preik hat mit seiner künstlerischen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern viele sichtbare Spuren hinterlassen. Zu den bekanntesten Arbeiten gehören das Denkmal für den Flugpionier Otto Lilienthal in Anklam – eine zwölf Meter hohe Kunststoffsäule –, der Gänsebrunnen vor dem Rathaus in Bützow und der Greifenbrunnen auf dem Marktplatz in Anklam. Auch im Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen steht eine Bronzebüste des Troja-Entdeckers von Walther Preik, an der Marienkirche in Penzlin ein Denkmal für den Dichter und Homer-Übersetzer Johann-Heinrich Voß.