Warnow Klinik Bützow: Bescheid da – 50 Betten ab 2027
Warnow Klinik: 50 Betten ab 2027 – Bescheid liegt vor

Die Warnow Klinik in Bützow bleibt als Krankenhausstandort erhalten, jedoch mit deutlich weniger Betten. Der Bescheid des Landes für die Weiterentwicklung zu einer sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung liegt dem Haus vor. Zum 1. Januar 2027 soll die Klinik in die neue Struktur wechseln.

Bis zur Umstellung hält die Klinik nach eigenen Angaben ihr derzeitiges medizinisches Angebot vollständig aufrecht. Damit ist ein entscheidender Schritt für den Erhalt des Standorts getan.

Was „sektorenübergreifend“ bedeutet

Hinter dem Begriff steht ein Versorgungskonzept, das verschiedene Bereiche des Gesundheitswesens enger miteinander verbindet. Eine sektorenübergreifende Einrichtung kann stationäre Behandlungen im Krankenhaus mit ambulanten ärztlichen und pflegerischen Leistungen verknüpfen. Ziel ist es, Menschen möglichst wohnortnah zu versorgen und Behandlungen über die Grenzen zwischen Krankenhaus, ambulanter Versorgung und Pflege hinweg besser abzustimmen.

50 Betten und ein neuer Schwerpunkt

Die Zahl der stationären Betten soll von bislang rund 70 auf künftig 50 sinken. Geplant sind eine Klinik für Innere Medizin und Geriatrie sowie ergänzende ambulante und koordinierende Angebote. Damit will sich die Warnow Klinik stärker auf die medizinischen Bedürfnisse älterer und akut erkrankter Menschen in der Region ausrichten.

Klinikgeschäftsführer Dr. Marco Krüger spricht von einem entscheidenden Wendepunkt. „Für uns ist das ein entscheidender Wendepunkt“, sagt er. Aus einer über lange Zeit schwierigen Situation sei inzwischen eine konkrete Zukunftsperspektive entstanden. „Wir erhalten den Krankenhausstandort Bützow und können gleichzeitig den überwiegenden Teil unserer Arbeitsplätze sichern“, betont er.

Arbeitsplätze und offene Fragen

Wie viele Stellen es künftig genau geben wird, steht noch nicht fest. Nach derzeitiger Planung soll trotz der Anpassung des bisherigen Leistungsumfangs der überwiegende Teil der Arbeitsplätze am Standort erhalten bleiben. Die künftige Personal- und Organisationsstruktur wird derzeit gemeinsam mit den Verantwortlichen des laufenden Sanierungsverfahrens vorbereitet.

Für die Beschäftigten waren die vergangenen Monate von der ungewissen Zukunft ihres Arbeitsplatzes geprägt. Krüger würdigt ihren Einsatz: Die Mitarbeiter hätten die Versorgung der Patienten auch in dieser Zeit jeden Tag verlässlich aufrechterhalten. Das sei „alles andere als selbstverständlich“.

Mit dem Bescheid sind noch nicht alle Fragen geklärt. In den kommenden Monaten muss die Klinik den Übergang in die neue Struktur organisatorisch vorbereiten. Zudem stehen Verhandlungen über die konkrete Vergütung der sektorenübergreifenden Versorgung aus. Ziel ist es nach Angaben der Klinik, diese Gespräche noch in diesem Jahr abzuschließen.

Krüger dankt dem Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern für dessen Begleitung bei der Neuausrichtung. Auch mit den Kostenträgern seien in den vergangenen Monaten Vereinbarungen erreicht worden. Zusammen mit der wirtschaftlichen Stabilisierung sieht die Klinik im vorliegenden Bescheid eine wesentliche Voraussetzung dafür, das laufende Sanierungsverfahren bis zum Jahresende positiv abzuschließen.

Damit ist der geplante Weg für die Warnow Klinik deutlich erkennbar: Der Standort soll erhalten bleiben, ab Januar mit weniger Betten und einem veränderten medizinischen Schwerpunkt arbeiten und stationäre Versorgung mit weiteren Angeboten verbinden. Die Einzelheiten müssen bis zum Start der neuen Struktur ausgearbeitet werden.