Anlässlich des Welthospiztags am 10. Oktober lädt der ambulante Hospizdienst des Stift Bethlehem ins Lindencenter Ludwigslust ein. Ab 14 Uhr wird unter dem diesjährigen Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz“ über verschiedene Unterstützungsangebote für Schwerstkranke aufgeklärt.
Hospizarbeit ist mehr als die letzte Lebensphase
Viele Menschen verbinden Hospizarbeit noch immer ausschließlich mit der letzten Lebensphase oder einem stationären Hospiz. Der ambulante Hospizdienst unterstützt schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen jedoch häufig bereits früher und vor Ort – dann, wenn eine schwere Erkrankung das Leben verändert. Ziel sei, Betroffene zu entlasten und ihnen möglichst lange ein Leben in der vertrauten Umgebung und eben nicht nur in besonderen Einrichtungen zu ermöglichen.
„Dass ambulante Hospizdienste Menschen und ihre Angehörigen auch zu Hause begleiten, ist deutlich weniger bekannt“, sagt Claudia Trilk, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes des Stift Bethlehem.
Vielfalt im Mittelpunkt des Welthospiztags 2026
Das Thema Vielfalt steht beim Welthospiztag 2026 besonders im Mittelpunkt. Die Hospizbewegung setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, schwerstkranke und sterbende Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben, Lebensweise oder sexueller Orientierung zu begleiten.
„Eine gute Begleitung beginnt für uns damit, zuzuhören und den Menschen ernst zu nehmen. Das macht für mich den Kern hospizlicher Arbeit aus.“ Auch für den ambulanten Hospizdienst des Stift Bethlehem gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Jeder Mensch bringe seine eigene Lebensgeschichte mit.
Ausgrenzung und Rassismus im Hospizalltag
„Diese Vielfalt begegnet uns auch in der Hospizarbeit jeden Tag“, betont Claudia Trilk. Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und soziale Ungleichheit wären auch in der Hospizarbeit keine Randphänomene mehr. Ihr Anspruch sei, die Menschen so zu begleiten, wie sie sind, und ihnen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben oder ihrer Lebenssituation mit Respekt und Offenheit zu begegnen.