Im Schulwald in Leussow geht die Arbeit weiter: Bereits zum dritten Mal waren Schüler dort im Einsatz. Nach der Pflanzung und der Waldrandgestaltung in den Jahren 2024 und 2025 stand nun der dauerhafte Schutz der jungen Bäume im Mittelpunkt. Zum Schutz vor Schalenwild und Hasen wurde die gesamte Fläche mit rund 180 Metern Zaun eingefriedet.
Wahlpflichtfach im Grünen
Dafür packten Schüler der 9. und 10. Klasse des Wahlpflichtkurses „Schulwald“ am Gymnasium Carolinum an. Unterstützt wurden sie von Daniel Seitz von der Stiftung „Wälder für Morgen“, Felix Sahlmann und Alexa Beaucamp von der Schulwald-Akademie sowie Josefine Pöggel von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Mecklenburg-Vorpommern und einem Bundesfreiwilligen.
Finanziert wurde die Maßnahme von der SDW MV und in enger Kooperation mit der Schulwald-Akademie Jost Reinhold umgesetzt. „Die Waldstiftung will den Wald und die Landschaft in ihrer Vielfalt erhalten und fördern sowie den Gedanken der Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft verankern. Sie arbeitet in den Bereichen Waldpädagogik, Wald und Gesundheit und Baumpflanzungen“, erklärt Josefine Pöggel, Geschäftsführerin des Landesverbands MV.
Pfosten einschlagen und Maschendraht ziehen
Die Schüler markierten zunächst den Zaunverlauf, schlugen anschließend Z-Profile sowie Eichenpfosten ein und befestigten daran den Drahtzaun, der vom Mirower Forstamt zur Verfügung gestellt und recycelt wurde. Besonders an den Ecken und Eingangspforten war Anpacken notwendig. Anschließend wurden Heringen und Krampen verwendet, um den Zaun zum Boden hin dichtzumachen.
Gute Vorbereitung vor der eigentlichen Arbeit
„Unser Kurs hat erst Mitte September begonnen. Vor zwei Wochen haben wir ein Wochenende im Schulwald in Wesenberg verbracht, um uns sowie den Schulwald erst mal kennenzulernen“, erzählt Alexa Beaucamp, Leiterin der Schulwald-Akademie. Dank der guten Vorbereitung konnten die Schüler bereits in zwei Stunden die Hälfte des Zauns aufstellen.
Mit dem Zaunbauen ist es nicht erledigt. „Jetzt heißt es, die jungen Bäume weiter zu beobachten, und zu pflegen – damit aus der einst kahlen Fläche ein stabiler, gemischter und mehrschichtiger Dauerwald wird“, sagt Alexa Beaucamp.
Auch die Nachbarn profitieren
Ziel sei es, einen Wald zu schaffen, der auf die kommenden klimatischen Veränderungen vorbereitet ist. „Die Bäume, die in Leussow wachsen, können helfen, auch die umliegenden Kiefernwälder mit weiteren Baumarten durch natürliche Verjüngungsprozesse anzureichern. So kommt vielleicht schon bald aus dem Leussower Schulwald Artenvielfalt in die unmittelbar angrenzende Region“, fügt sie hinzu.
Die Arbeit der Waldstiftung kann man durch eine Mitgliedschaft unterstützen oder selbst in Regionalgruppen aktiv werden. Kontakt: www.sdw-mv.de