Bütows neuer Bürgermeister Ott: Erste Vorhaben und Ziele
Bütows neuer Bürgermeister Ott: Erste Vorhaben und Ziele

Dietmar Ott erreichen bereits die ersten Anliegen aus dem Amt Röbel und aus seiner Gemeinde. Er ist neuer Bürgermeister in Bütow. Offiziell hat er das Ehrenamt allerdings noch nicht ganz angetreten.

Amtsantritt und Ernennung

Nach der Bekanntmachung seiner Wahl vom 20. September im Amtsblatt am 10. Oktober läuft die 14-tägige Einspruchsfrist. Sofern keine Einsprüche eingehen, soll er am 29. Oktober in der Gemeindevertretersitzung seine Ernennungsurkunde erhalten.

Nach einer früheren Kandidatur sei ihm bewusst geworden, dass ihn viele Menschen außerhalb seines Wohnortes kaum kannten. Diesmal habe er seine Erfahrungen als Unternehmer genutzt und sich mit Wahlflyern und einer eigenen Internetseite in allen Ortsteilen vorgestellt. Darin sieht er einen Grund für den Zuspruch bei der Wahl.

Erreichbarkeit und Wärmeversorgung

Als eines seiner ersten Ziele hat sich Ott vorgenommen, die digitale Erreichbarkeit zu verbessern. Dafür müssten zunächst die IT und insbesondere der E-Mail-Verkehr zuverlässig funktionieren. „Die Bürger sollen mich mit ihren Anliegen besser erreichen können“, erklärt er.

Danach möchte er sich der Wärmeversorgung in Dambeck widmen. Die dortige Pelletheizanlage einschließlich Nahwärmenetz, die neben den Neubauten auch die Kita, die Turnhalle und das Gemeindezentrum versorgt, sei inzwischen in die Jahre gekommen und störanfällig. Sie solle deshalb technisch überarbeitet werden. Zusätzlich sei im Gemeindezentrum eine Gasheizung vorgesehen, die bei Ausfällen der Pelletheizanlage einspringen könne. Möglichkeiten zur Umsetzung werden aktuell in Abstimmung mit dem Amt geprüft. „Niemand soll im Kalten sitzen, wenn die Anlage ausfällt“, sagt Ott.

Weitere Vorhaben in der Gemeinde

Daneben gebe es weitere Pläne: Der Steg an der Badestelle könnte noch in diesem Winter saniert werden. In Erlenkamp sei ein neuer Brunnen für die Löschwasserversorgung vorgesehen. Für die Feuerwehr wurde zwischenzeitlich über den Ersatz des älteren Mannschaftstransportwagens entschieden. Offen sei noch, ob das bisherige Fahrzeug anschließend für die Gemeinde weitergenutzt werden könne.

In Dambeck denke man über eine Vermietung ungenutzter Räume der ehemaligen Schule nach, etwa als Bürogemeinschaft. Auch weitere Parkplätze und Garagen für die Mieter der Neubauten seien ein Thema. In Bütow selbst stehe perspektivisch ein möglicher Feuerwehrneubau an. Die Sanierung des Kriegsdenkmals sei bereits angestoßen worden.

Ehrenamt und Zusammenarbeit

Zum Jahreswechsel 2026/27 möchte Ott den Neujahrsempfang wieder einführen. Dieser solle allen Ehrenamtlichen gewidmet sein, unter anderem den Engagierten aus der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauerntheater, dem Garten- und dem Kulturverein sowie den Menschen, die sich um die Kirchruine kümmern.

Ausdrücklich lobt Ott Dirk Neumann, der die Bürgermeisteraufgaben in der Übergangszeit seit Februar kommissarisch übernommen hatte. „Er hat die Gemeinde in dieser Zeit handlungsfähig gehalten“, würdigt Ott dessen Arbeit. Er wünsche sich, dass der zugleich als Wehrführer tätige Neumann auch künftig als sein Stellvertreter mitarbeitet. Gleichzeitig wünscht er sich eine konstruktive Mitarbeit aller Gemeindevertreter, anstehende Aufgaben sollen auf mehrere Schultern verteilt werden.