Die Stadt Ludwigslust verfügt nur noch über eine städtische Gewerbefläche von rund 5.000 Quadratmetern im Gebiet Großer Kamp. Das wurde in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter thematisiert. Bürgermeister Stefan Pinnow berichtete, dass sich dort mit einer Kfz-Meisterwerkstatt und einem Onlinehandel für gebrauchte Kfz-Ersatzteile zwei weitere Unternehmen angesiedelt haben. Zudem wurde die Glas- und Gebäudereinigung Stiller GmbH mit rund 40 Beschäftigten von Groß Laasch nach Ludwigslust verlagert. Weitere Ansiedlungsanfragen liegen vor.
Vermarktungsunterlagen werden aktualisiert
Nach dem Verkauf weiterer Flächen wird künftig voraussichtlich nur noch eine städtische Gewerbefläche von rund 5.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Die Vermarktungsunterlagen werden derzeit aktualisiert. Angesichts dieses geringen Angebots müsse sich die Stadt fragen, was man noch tun könne, um das Angebot für neue Unternehmen zu erhöhen.
Die Ausweitung des Gebietes an der Bauernallee gestaltet sich schwierig. „Jetzt fällt uns auch ein wenig auf die Füße, dass wir den Gebietstausch mit Göhlen nicht wahrgenommen haben. Jetzt müsse man zusehen, dass man die nötigen Grundstücke auch gekauft bekomme“, so Pinnow.
Erweiterung Stüdekoppel läuft planmäßig
Trotzdem liegt man mit der Planung noch auf Kurs. Die Erweiterung des Industriegebietes Stüdekoppel läuft planmäßig. Pinnow: „Da werden wir wohl zum Ende des Jahres den entsprechenden Aufstellungsbeschluss fertig haben.“ Der Druck sei insgesamt da, weil es eine entsprechende Nachfrage durch Unternehmen gäbe. Für die Stadt seien und bleiben neue Gewerbeflächen eine wichtige Priorität.
Hoffnung auf Grabower Pläne
Unklar ist weiterhin, wie es mit dem geplanten Grabower Industriegebiet weitergeht. Diese Planung ist durch eine Klage beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald seit Jahren blockiert. Trotz aller Beschwerden und Nachfragen gibt es für den Fall noch keinen Termin vor Gericht. Für den Kläger, den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), geht es um den Erhalt des dortigen Waldes, zudem sei das Gebiet an der A 14 überflüssig. Die Stadt Grabow und auch Ludwigslust hoffen hingegen auf weitere Ansiedlungen in dem Bereich, gerade mit Blick auf die noch immer nicht durchgängige Autobahn 14.