Die Stadtvertretung in Wittenburg hat ein neues Konzept für die Baustelle „Neue Mitte“ beschlossen. Die Große Straße soll außerhalb der Bauzeiten für den Durchfahrtsverkehr geöffnet werden. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Öffnung außerhalb der Bauzeiten
Die Arbeiten am Großprojekt „Neue Mitte“ machen eine Sperrung der Großen Straße sowie eines Teils des Marktes notwendig. Viele Autofahrer umfahren die Baustelle über Nebenstraßen. Das stört die Anwohner und schadet der historischen Bausubstanz.
Die Stadtvertreter haben nun beschlossen, die Straßensperrung von Montag bis Freitag zwischen 18 und 6 Uhr sowie am Samstag und Sonntag ganztägig aufzuheben.
Kosten von rund 128.000 Euro
Die Öffnung der Straße zwischen 18 und 6 Uhr erfordert, dass jeden Abend die Bauzaunfelder umgestellt und die Straße gereinigt werden. Sonst könnten Schäden an durchfahrenden Autos entstehen. Der Aufwand beläuft sich nach Informationen der Verwaltung auf 430 Euro netto, also insgesamt rund 512 Euro brutto pro Tag.
Enthalten sind Zeiten für Anfahrt und Arbeitseinsatz sowie Vorhaltung und Einsatz der Maschinen. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind durchschnittlich 250 Arbeitstage zu berechnen. Die Kosten belaufen sich auf 107.500 Euro netto oder 128.000 Euro brutto pro Jahr.
Finanzierung und Verkehrszählung
„Diese Kosten sind nicht förderfähig und erhöhen den zu erbringenden Eigenanteil der Stadt Wittenburg“, heißt es in den Ausführungen der Stadtverwaltung. Die Kosten sind derzeit nicht im Haushalt eingeplant, könnten aber zunächst aus einem anderen Topf gedeckt werden und würden dann in den Haushalt 2027 eingestellt.
Die Stadtverwaltung wies zudem darauf hin, dass eine Verkehrszählung auf den Nebenstraßen eine hauptsächliche Belastung in den Zeiten von 8 bis 9 Uhr, von 12 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 17.30 Uhr ergeben habe. Somit könne eine Öffnung der Großen Straße zwischen 22 und 6 Uhr diesbezüglich kaum Entlastung schaffen.
Dennoch haben die Stadtvertreter beschlossen, die Straßensperrung aufzuheben. Die dafür notwendigen Gelder sollen in den Haushaltsplanungen berücksichtigt und in den Haushalt eingestellt werden. Durch diese Entscheidung haben die Kommunalpolitiker die Stadtverwaltung beauftragt, mit den zuständigen Fachfirmen über den regelmäßigen Umbau der Bauzäune zu verhandeln.