Die Parchimer Malteser haben den dritten Platz beim Integrationspreis Mecklenburg-Vorpommern 2026 belegt. Das interkulturelle Team der Malteser im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde für seine Arbeit mit dezentral untergebrachten Flüchtlingen ausgezeichnet.
Interkulturelles Team unterstützt Flüchtlinge
Das prämierte Projekt kombiniert Sozialarbeit, politische Bildung, persönliche Begegnungen und ehrenamtliches Engagement. Die Flüchtlinge bringen ihre Perspektiven und Ideen aktiv ein. Auf diese Weise werden gesellschaftliche Teilhabe, gegenseitiges Verständnis und ein Miteinander auf Augenhöhe gefördert.
„Der dritte Platz beim Integrationspreis Mecklenburg-Vorpommern 2026 erfüllt das Team mit großer Freude und Stolz. Die Auszeichnung würdigt das tägliche Engagement der Mitarbeiter und bestätigt den eingeschlagenen Weg einer gelebten Integrationsarbeit“, teilt Einrichtungsleiter Jafar Ghannam mit.
Begegnung statt Formulare
Für das Integrationsteam wird durch die prämierten Projekte deutlich, dass Integration nicht mit dem Ausfüllen von Formularen beginnt, sondern in der Begegnung von Menschen. Bei einer gemeinsamen Müllsammelaktion in Parchim, einer Bildungsfahrt zum Deutschen Bundestag nach Berlin oder einem Schulabend zum Thema Integration standen Austausch, Mitwirkung und gegenseitiges Verständnis im Mittelpunkt. „So entstehen Brücken zwischen Menschen, Vorurteile werden abgebaut und aktive gesellschaftliche Teilhabe gefördert. Integration wird damit sichtbar, erlebbar und nachhaltig gestaltet“, führt Ghannam aus.
Anerkennung aus Politik und Gesellschaft
Bei der feierlichen Veranstaltung in Schwerin unter dem Motto „Gestärkt durch Vielfalt“ wurden fünf Projekte ausgezeichnet, die sich durch besonderes Engagement für Integration, gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander auszeichnen. Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft würdigten die Preisträger.
Landrat Stefan Sternberg freute sich mit den Maltesern: „Wir sind sehr stolz, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Malteser Werke für ihre Arbeit mit dem Integrationspreis des Landes ausgezeichnet wurden. Das ist eine enorme Würdigung der Arbeit.“
Die Landesintegrationsbeauftragte Jana Michael betonte in ihrer Ansprache: „Integrationsarbeit ist von unschätzbarem Wert. Sie ermöglicht es Menschen, hier anzukommen, sich zu Hause zu fühlen und unsere Gesellschaft und Wirtschaft aktiv mitzugestalten. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Integration gelingt: durch Vertrauen, Begegnung, Beteiligung und gegenseitigen Respekt.“ Auch Staatssekretärin Ina Maria Ulbrich hob die gesellschaftliche Relevanz hervor: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein wichtiger Baustein ist das gegenseitige Verständnis, der durch respektvollen Austausch über die eigenen Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen und über die Kulturen in den Gesellschaften entsteht. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie dies konkret gelingt und wie wichtig das Miteinander für unsere Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist.“