Crivitzer gewinnt Ironman auf Hawaii in seiner Altersklasse
Crivitzer gewinnt Ironman auf Hawaii in Altersklasse

Christoph Mattner aus Crivitz hat den Ironman auf Hawaii 2026 in der Altersklasse 35 bis 39 Jahre gewonnen. Der 36-Jährige erreichte das Ziel nach 8 Stunden und 40 Minuten und sicherte sich damit den ersten Platz in seiner Kategorie.

Sieg unter extremen Bedingungen

Am 10. Oktober überquerte Mattner auf Hawaii die Ziellinie. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem Marathon war die Erleichterung groß. „Das ist schwer zu beschreiben“, sagte Mattner im Rückblick. Es sei das Glücksgefühl gewesen, dass unter diesen extremen Bedingungen alles funktioniert habe.

Schon während des Rennens wusste er, dass er in seiner Startwelle vorne lag. „Wenn man Erster ist, geht alles ein Stück leichter“, erklärte er. Im Ziel warteten sein Vater sowie ein Freund mit dessen Eltern. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm ein Eis im Ziel. „Das war schon ziemlich geil“, so Mattner.

Herausforderungen: Hitze, Wellen und Gegenwind

Die Anreise nach Hawaii war lang, die Zeitverschiebung belastend. Dazu kamen Hitze und Wind. „Da waren die ersten Tage auch so, dass man sich überlegt, schaffe ich das überhaupt“, erzählte er. Das Schwimmen im Pazifik sei wegen der Wellen sehr anstrengend gewesen. „Es war super wellig“, sagte Mattner.

Auf dem Rad lief es zunächst gut, doch auf den letzten 45 bis 50 Kilometern machte starker Gegenwind das Rennen zäh. Beim Marathon wurde die Hitze zur größten Belastung. „Wie Waschküche – als wenn man in einer Sauna joggen geht“, beschrieb er die Bedingungen. Besonders im Energy Lab werde das Rennen auch mental schwer, weil dort Zuschauer fehlen.

Jahrelanges Training und ein zufälliger Einstieg

Mattner investiert rund 15 Stunden pro Woche in den Sport, neben Beruf und Familie. Er arbeitet beim Kampfmittelräumdienst in Pinnow und trainiert oft früh oder abends, wenn die Kinder schlafen. „Es gibt keine Ruhetage, es gibt nur Entlastungstage“, sagte er.

Zum Ausdauersport kam er eher zufällig: Nach vielen Jahren im Fußball meldete er sich für einen Marathon in Wien an, danach kam der Gedanke an den Ironman. In der Gesamtwertung belegte er den 42. Platz unter mehr als 2200 Sportlern. Mit Dennis Kruse kam zudem ein weiterer Athlet aus Schwerin in derselben Altersklasse ins Ziel, er absolvierte den Wettbewerb in 9:34:17 Stunden.