Die VR Plus Altmark-Wendland hat Ende September Verträge zum Verkauf mehrerer Standorte unterzeichnet. Die Zukunft der Genossenschaft liegt im Bankgeschäft. Die Trennung der Bereiche Bank und T-E-A-M (Technik, Energie, Agrar, Markt) ist der Kern der strategischen Neustrukturierung.
Verkäufe nach gescheiterter Komplettübernahme
Eine Komplettübernahme durch Agravis war zuvor an „erheblichen Differenzen bei der Unternehmensbewertung“ gescheitert. Im Sommer verwies die VR Plus auf laufende Auswahlverfahren und die Vorteile von Einzelverkäufen für Mitglieder, Kunden, Mitarbeitende und die Region.
Bereits seit Juni betreibt die Stader Genossenschaft Raisa die Standorte in Eldena und Brahlstorf als Pächter. Inzwischen wurden diese Standorte, ausgestattet mit Agrarlager, Büros und SB-Tankstelle, sowie der Agrarstandort Dannenberg mit Lager und Büro an Raisa veräußert. Der Autohof samt Arena in Dannenberg ging an die Kommanditgesellschaft Wilhelm Hoyer.
So geht es für Mitarbeiter und Standorte weiter
Bei der Mitarbeiterversammlung im März 2026 sprachen Anwesende von geflossenen Tränen ob der Unsicherheit für die betroffenen Beschäftigten. Bei der Übernahme änderte sich zumindest bislang nur der Arbeitgeber.
In Dömitz prangt das Logo der VR Plus also in Zukunft nur noch an der Bank-Filiale. An dem Ziel der VR Plus, „tragfähige Lösungen zu finden, die den Weiterbetrieb ermöglichen, die Versorgung in der Region sichern und den Mitarbeitenden Perspektiven geben“, wird aktuell auch seitens des Käufers festgehalten. Da das Geschäftsmodell ähnlich sei, werde auch in Dömitz an der aktuellen Nutzung vorerst festgehalten: „Erst einmal wird das so weiterbetrieben wie es ist“, so Spartenleiterin der Raisa, Stella Buhrfeind. Wie die Suche nach einer Lösung für alle Beschäftigten der jeweiligen Regionen aussieht und ob der Baumarkt in Dömitz langfristig erhalten bleibt, bleibt abzuwarten.