Ampel für Problemkreuzung: Baustart in Reinhardtsdorf 2027 geplant
Ampel für Reinhardtsdorfer Kreuzung: Bau ab 2027

Nach mehreren schweren Verkehrsunfällen soll die Reinhardtsdorfer Kreuzung zwischen Gadebusch und Vietlübbe in Nordwestmecklenburg sicherer werden. Geplant ist der Bau einer Ampelanlage – die Baudurchführung ist für 2027 vorgesehen. Rund 2600 Fahrzeuge passieren diese Kreuzung pro Tag, das sind etwa 950.000 Fahrzeuge im Jahr.

Unfallursache: Missachtung der Vorfahrt

In den vergangenen Jahren hatten sich an der Kreuzung mehrere Verkehrsunfälle ereignet, bei denen Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Eine der Unfallursachen war das Nichtbeachten der Vorfahrtsregelung, trotz mehrerer Stoppschilder.

Die Maßnahme ist ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Gadebusch. Die voraussichtlichen Baukosten für den Landkreis Nordwestmecklenburg betragen 145.000 Euro, für die Stadt Gadebusch 65.000 Euro, teilte Kreis-Pressesprecher Holger Glaner auf Anfrage mit.

Planung und Flächenankauf abgeschlossen

Im Vorfeld wurde bereits eine Entwurfs- und Genehmigungsplanung durch ein Ingenieurbüro erstellt. „Darüber hinaus konnte der Ankauf der benötigten Flächen im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden“, erklärte Glaner.

Für Gadebuschs Bürgermeister Arne Schlien (CDU) ist der Bau einer Ampelanlage eine logische Konsequenz: „Wir haben es ja erlebt, dass es hier immer wieder Unfälle gab. Nicht nur mit Personen-, sondern auch erheblichen Sachschaden.“

Feuerwehr und Rettungshubschrauber im Einsatz

Mehrfach war in den vergangenen Jahren auch die Gadebuscher Feuerwehr nach Reinhardtsdorf ausgerückt. Wehrführer Sebastian Otto: „Einige Fahrzeuge waren in Zäune, andere in Grundstückshecken gekracht. Einmal musste auch ein Rettungshubschrauber nach einem Verkehrsunfall auf der Reinhardtsdorfer Kreuzung angefordert werden.“

Weitere Problemkreuzungen in Kritzow und Grevesmühlen

Reinhardtsdorf ist in Nordwestmecklenburg nicht der einzige Ort mit einer Unfallhäufung. Gleiches gilt für die Kreuzung in Kritzow, an der die Bundesstraße 105 und die Landesstraße 103 zusammenkommen. „Die Verkehrsabläufe an diesem Knotenpunkt wurden bereits systematisch untersucht und werden aktuell bewertet. Je nach Ergebnis werden entsprechende Änderungen an der Kreuzung vorgenommen“, kündigte Glaner an.

Als Unfallhäufung neu hinzugekommen ist in Grevesmühlen die Kreuzung Schweriner Straße/Gebhardtstraße. Die Unfallkommission des Landkreises Nordwestmecklenburg hat den Knotenpunkt bereits auf potenzielle Unfallrisiken bewertet und wird kurzfristig entsprechende Maßnahmen aus den Ergebnissen ableiten.