B192-Kreisverkehr bei Dabel: Baustart erst im Frühjahr 2027
B192-Kreisverkehr bei Dabel: Baustart erst 2027

Der Bau des Kreisverkehrs am Knotenpunkt B192/L16 bei Dabel beginnt voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 – mehrere Monate später als geplant. Ursprünglich war der Baustart für November 2026 vorgesehen, wie ein Sprecher des Landesamtes für Straßenbau mitteilte. Der Verkehrsknotenpunkt gilt seit Jahren als Gefahrenstelle.

Verzögerung wegen Grundstücksfragen und Umweltprüfungen

Als Gründe für die Verschiebung nannte der Sprecher unter anderem noch ausstehende Umweltprüfungen und Grundstücksfragen. „Es muss teilweise Land gekauft werden. Darüber müssen wir uns mit den Flächeneigentümern noch einig werden“, erklärte er. Solche Verhandlungen könnten sich mitunter hinziehen.

Durch die Umgestaltung zu einem Kreisverkehr soll das Unfallrisiko an dem Knotenpunkt erheblich reduziert werden. Am nordwestlichen Ortsrand von Dabel kreuzen sich die Bundesstraße 192 und die Landesstraße 16. Die aktuelle Verkehrsführung birgt nach Einschätzung von Experten mehrere Gefahren: Schneller überörtlicher Verkehr von der Bundesstraße trifft auf Abbiege- und Querverkehr von der L16 zwischen dem Sternberger Seegebiet und dem Raum Goldberg–Ludwigslust. Bäume am Straßenrand können die Sicht der Autofahrer einschränken. Zudem wird der Knotenpunkt von Rad- und Motorradfahrern genutzt.

Kreisverkehr mit 35 Metern Durchmesser geplant

Von dem Kreisverkehr erhoffen sich die Planer eine Reduzierung der Unfallrisiken. Das direkte Kreuzen der Gegenfahrbahn beim Linksabbiegen von der Landes- auf die Bundesstraße würde dann entfallen. Beim Heranfahren an den Kreisverkehr wären Autofahrer zudem zur Verringerung der Geschwindigkeit gezwungen.

Der geplante Kreisverkehr soll nach Angaben der Gemeinde Dabel einen Durchmesser von rund 35 Metern haben. Fuß- und Radwege würden um die Anlage herumgeführt. Ein Kreisverkehr an diesem Knotenpunkt zwischen Sternberg und Goldberg sei ein Gewinn für die Verkehrssicherheit, hatte die Gemeinde kürzlich mitgeteilt. Für die Entschärfung der Gefahrenstelle sind laut Landesamt für Straßenbau rund eine Million Euro veranschlagt.