In Neverin ist das neue Feuerwehrgemeinschaftshaus offiziell eröffnet worden. Bei dem Festakt waren viele interessierte Besucher anwesend, darunter auch Bürgermeister und Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden.
Ein Gebäude mit Geschichte
Bürgermeisterin Karoline Koreng bezeichnete das Haus als „schönes, modernes und funktionales Gebäude“. Sie erinnerte jedoch auch daran, dass viele Herausforderungen hinter dem Bau stecken. Bereits im Jahr 2019 wurde die Initiative gestartet, das Richtfest wurde im September 2025 gefeiert. Insgesamt ist das neue Gebäude 460 Quadratmeter groß.
Der Bau war unter anderem notwendig, da das Löschfahrzeug zu groß für die alte Fahrzeughalle war. Auch der Mannschaftstransportwagen war lange Zeit in einer anderen Garage ausgelagert. Neue Räumlichkeiten wie größere Umkleiden für die Kameraden und Kameradinnen sind ebenfalls in dem Feuerwehrgemeinschaftshaus zu finden.
Neue Nutzung und Dank an Helfer
Die Bürgermeisterin hat ihr Büro in dem neuen Gebäude, und auch die Gemeindevertretungen werden künftig in dem neuen Saal tagen. Bisher fanden diese Veranstaltungen im nur gut 100 Meter Luftlinie entfernten Dörphus statt. In Zukunft sei dies nicht mehr geplant – in Karoline Korengs ehemaligem Büro ist mittlerweile ein Tattoo-Studio eingezogen.
„Die Mühe hat sich gelohnt“, fasste Karoline Koreng mit Blick auf die offizielle Eröffnung zusammen. Sie zeigte sich zudem froh darüber, dass viele regionale Unternehmen an den Bauarbeiten beteiligt waren. „Das macht mich besonders froh und stolz“, betonte sie.
Finanzierung und Zukunft
Karoline Koreng und Wehrführer Daniel Brandenburg bedankten sich auch beim Neubrandenburger Oberbürgermeister Nico Klose (parteilos), der das Projekt in seiner Zeit als Neveriner Bürgermeister angestoßen hatte. Er selbst sagte, dass er das Projekt auch nach seiner Amtsniederlegung interessiert verfolgt habe.
Insgesamt wurden rund 1,7 Millionen Euro in das neue Feuerwehrgemeinschaftshaus investiert. Die Gemeinde Neverin erhielt finanzielle Unterstützung: 700.000 Euro kamen vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, 300.000 Euro steuerte das Land Mecklenburg-Vorpommern bei. Ohne diese Unterstützung sei das Projekt nicht umsetzbar gewesen, erzählte Karoline Koreng.
Als Vertreter des Landes war Staatssekretär Christian Frenzel vor Ort. Es sei ein „besonderer Tag für die Gemeinde“, sagte er in seiner Rede. Gute Bedingungen bei der Feuerwehr seien wichtig, damit das Amt attraktiv für die Mitglieder ist. „Der Brandschutz würde in Deutschland nicht funktionieren ohne die Freiwilligen Feuerwehren“, sagte er.
15 erwachsene Feuerwehrleute sind bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neverin aktiv. Dazu kommen zwölf Jugendliche und 14 Kinder als Nachwuchs-Kräfte. Insgesamt werden in Zukunft 41 Personen das neue Feuerwehrgemeinschaftshaus nutzen.