Wildschweine in Sukow: Chaos, Pool-Sturz und ein Hausbesuch
Wildschweine in Sukow: Chaos, Pool-Sturz und Hausbesuch

In Sukow haben mehrere Wildschweine für Aufsehen gesorgt. Drei ausgewachsene Tiere stürzten in einen Swimmingpool und wurden dort von Jägern erlegt. Eine weitere verletzte Bache wurde im Ort erschossen. Insgesamt fünf Wildschweine wurden an diesem Tag getötet, zwei davon im Jagdrevier.

Wildschweine im Pool gefangen

Die drei Wildschweine waren auf der Flucht und sprangen durch das beschädigte Kuppeldach eines Pools an der Hauptstraße. Sie konnten aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Wasser. Die Jäger wurden von Anwohnern informiert. „Wir wurden von den Anwohnern telefonisch informiert, dass drei Wildschweine in ihren Pool gestürzt sind“, sagt Jäger Dirk Hacker. Da es keinen sicheren Weg gab, die Tiere zu retten, wurden sie direkt im Pool erlegt. Jedes der Tiere wog zwischen 65 und 75 Kilogramm.

Flucht durch das Dorf

Die Wildschweine waren am 29. September von einem Maisfeld aufgescheucht worden. Statt auf die Felder zu fliehen, rannten sie ins Dorf. Sie durchquerten Grundstücke, kämpften sich durch Maschendrahtzäune und richteten in Vorgärten Schäden an. Eine verletzte Bache flüchtete in die Straße Flakenfort und zog sich unter einen Carport zurück. Die Polizei gab den Jägern die Erlaubnis, das Tier zu erlegen. „Da die Tiere sich im Ort aufgehalten haben und es keine Möglichkeit gab, die Tiere wieder in ihren angestammten Lebensraum zurückzubringen, ohne weiteren Schaden anzurichten, gab es die Erlaubnis, zu schießen“, erklärt Polizeisprecher Felix Zgonine. Die Bache wog mehr als 85 Kilogramm.

Hausbesuch und Folgen

Bei Anja Wesener hatten drei Wildschweine die Terrassentür aufgestoßen und liefen einmal quer durch das Haus. Ihr Sohn öffnete die Haustür, sodass die Tiere wieder verschwanden. „Seit zehn Jahren wohnen wir hier, aber das haben wir noch nicht erlebt“, sagt Wesener. Der Schaden am Zaun ist gering, der Schreck sitzt tief. Ob es dieselben Tiere waren, die später im Pool landeten, ist unklar. „Es waren viele Wildschweine unterwegs, es kann gut sein, dass das noch andere Tiere waren“, sagt Dirk Hacker. Insgesamt hängen fünf Wildschweine in Hackers Kühlkammer. Zwei kleinere Überläufer wurden im Jagdrevier gestreckt.