Jarmen: Eine Million Euro für neues Feuerwehr-Gerätehaus
Jarmen: Eine Million Euro für Feuerwehr-Neubau

Die Stadt Jarmen soll eine Million Euro aus dem Sondervermögen des Bundes erhalten. Das Geld ist für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses vorgesehen, dessen Kosten auf mehr als sieben Millionen Euro geschätzt werden.

Finanzspritze vom Bund

Die Landesregierung hat entschieden, aus dem Anteil Mecklenburg-Vorpommerns am Sondervermögen des Bundes eine Million Euro für das Bauvorhaben zu reservieren. Dies teilte Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) bei einem Besuch in Jarmen mit.

„Eine Investition, die vor Ort dringend nötig ist, denn die freiwillige Feuerwehr braucht gute Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit“, erklärte die Ministerin.

Altes Gerätehaus mit gravierenden Mängeln

Das bestehende Gerätehaus stammt aus den Jahren 1930/31 und weist erhebliche bauliche Missstände auf. Dazu zählt unter anderem eine halb offene und gemischte Umkleide. Seit Jahrzehnten wird über einen Neubau diskutiert.

Die Feuerwehr in Jarmen übernimmt auch übertragene Aufgaben beim Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Grund dafür sind die nahegelegene A20 und die Peene als Bundeswasserstraße. Dadurch sind mehr Personal, Technik und Platz erforderlich.

Kommunale Belastung und Finanzierung

Der frühere Stadtvertretervorsteher Fred Wegner hatte die Situation beschrieben: Eine Kommune mit 3000 Einwohnern finanziere, was eigentlich einer Kommune mit 30.000 Einwohnern entspreche. Die Stadtvertretung hat sich im Sommer für einen Variantenentwurf an der Lindenstraße entschieden.

Trotz Eigenmitteln, Förderungen und Einsparungen bleiben rund vier Millionen Euro, die über einen Kredit finanziert werden müssten. Bei 30 Jahren Laufzeit und 3,89 Prozent Zinsen ergibt das etwa 230.000 Euro Kapitaldienst pro Jahr.

Aussicht auf weitere Förderung

Die Ordnungsamtsleiterin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Normal Pahl, sicherte zu, dass Land und Kreis die Stadt nicht allein lassen. Man sei bestrebt, Höchstförderungen zu ermöglichen, etwa bei Einsatzfahrzeugen oder Zuschüssen pro Stellplatz im Gerätehaus.

Bislang waren insgesamt 1,84 Millionen Euro Unterstützung aus verschiedenen Quellen eingeplant. Die zugesagte Million aus dem Sondervermögen stellt nun eine deutliche Verbesserung dar, weitere Zusagen werden erhofft.