Seit Mai 2025 engagiert sich eine Interessengemeinschaft für die Sanierung der Meetzener Kapelle. Das im 15. Jahrhundert erstmals erwähnte Gebäude ist das älteste der Gemeinde und soll künftig als Ort der Begegnung dienen.
Außen bereits saniert, Innen noch Baustelle
Von außen präsentiert sich die Kapelle in Meetzen bereits in frischem Glanz: Neu gestrichene Fenster und eine Biberschwanzdeckung auf dem Dach lassen das Kleinod gepflegt wirken. Im Inneren zeigt sich jedoch, welche Aufgaben noch bevorstehen. Auf dem Fußboden liegt bislang nur die Feuchtigkeitssperre, und die Innenwände sind noch mit Streckmetall verkleidet, das später verputzt werden soll.
Trotz der laufenden Bauarbeiten haben die zwölf aktiven Helfer bereits zahlreiche Veranstaltungen in das kleine Haus geholt. Kinoabende, ein Apfelnachmittag zum Kaufen und Tauschen von Obst und Gemüse sowie eine märchenhafte Funkelstunde machten das 1750 vom Freiherr von Lützow auf Holdorf neu aufgebaute Oktogon zu einem Ort der Begegnung. Dieses Ziel verfolgen sowohl die Interessengemeinschaft als auch die Kirchgemeinde.
Vernetzung und Förderanträge
„Die Kapelle soll wieder das Herzstück des Ortes werden. Mittlerweile sind wir unter anderem mit dem Biosphärenreservat Schaalsee und der Sagen- und Märchenstraße vernetzt“, erklärt Initiatorin Martina Frenzel. Aktuell laufen zahlreiche Förderanträge, um die Sanierung voranzutreiben. Geplant sind unter anderem eine Komposttoilette, eine Teeküche und ein Brotbackofen.
„Bei unserem Aufräumtag im Mai haben wir zunächst einen Schuppen entrümpelt, um dort eine Toilette zu installieren. Bis dahin haben wir teure Dixi-Toiletten nutzen müssen“, so Frenzel. Auch Pastor Andreas Ortlieb zeigte sich beim Apfelfest zuversichtlich: „Ich freue mich, dass sich eine Gruppe von Menschen gebildet hat, die sich engagieren und das älteste Gebäude der Gemeinde mit Leben füllen wollen.“
Nächste Veranstaltung im Dezember
Am 12. Dezember 2026 können sich Interessierte ab 15 Uhr bei der zweiten Funkelstunde selbst ein Bild vom Engagement der Gruppe machen. Zwischen 15 und 17 Uhr werden Märchen gelesen, zudem gibt es Kinderbasteleien und einen Basar für regionale Produkte.