Die Arbeitsgemeinschaft Kriegsgräber der Europaschule Rövershagen ist mit dem Margot-Friedländer-Schulpreis ausgezeichnet worden. Die AG setzt sich seit über 25 Jahren für Holocaust-Erinnerung, Antisemitismusprävention und die Erforschung jüdischen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern ein, wie die Margot-Friedländer-Stiftung mitteilte. Die Ehrung wurde am Montag in Berlin überreicht.
Preis erinnert an Holocaust-Überlebende
Der Preis erinnert an die 2025 verstorbene Holocaust-Überlebende und Berliner Ehrenbürgerin Margot Friedländer. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung Menschen, die sich für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie sowie gegen Antisemitismus einsetzen. Die Auszeichnung ist insgesamt mit 25.000 Euro dotiert und wird in drei Kategorien vergeben.
Weitere Preisträger geehrt
Der Münchner Hochschullehrer Guy Katz wurde für sein Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet. Katz ist Enkel von vier Holocaustüberlebenden. Der Professor für Internationales Management an der Hochschule München hat zahlreiche Bündnisse, Kampagnen und Bildungsprojekte wie „München gegen Antisemitismus“ angestoßen. Nach dem islamistischen Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 organisierte er in München mehr als 100 Schweigemärsche.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Paderborn. Es ermöglicht jungen Menschen mit Virtual-Reality-Technologie einen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und macht historische Orte wie das Warschauer Ghetto erlebbar.
Jury wählte aus 310 Einreichungen
Die Jury wählte die Preisträger aus 310 Einreichungen aus. Juryvorsitzende ist Elke Büdenbender, die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie würdigte Katz für dessen Beharrlichkeit, Mut und seine besondere Fähigkeit, bei seinem Engagement zahlreiche andere Menschen mitzunehmen.