Das vierte Festival „Zukunftsschloss Gadebusch“ (ZuSch) hat hunderte Besucher auf den Schlossberg gelockt. Auch junge Musiktalente traten hier auf. Der zwölfjährige Travis Nadolny zeigte auf einem Workshop, was er musikalisch kann.
Zwölfjähriger Schlagzeuger begeistert das Publikum
Mit zwei Trommelstöcken in der Hand und dem Fuß im richtigen Takt auf dem Pedal des Schlagzeugs präsentierte der zwölfjährige Travis Nadolny sein Können. Der Applaus der Zuschauer in der Aula war ihm sicher. „Meine Eltern haben mir die Musik schon in die Wiege gelegt. Denn sie haben mich nach dem Sänger ihrer Lieblingsband Blink-182 genannt“, erzählte der Schönberger.
Travis Nadolny ist vom ersten Festival an dabei, wenn es heißt, in einem Workshop gemeinsam Musik zu entwickeln und schließlich aufzuführen. „Ich habe richtig viel Spaß am Schlagzeug. Deshalb bin ich jedes Jahr wieder dabei“, berichtete der Zwölfjährige. Begleitet wurde der Trommler in diesem Jahr unter anderem von musikbegeisterten Bewohnern des Archehofes in Kneese. Gemeinsam standen sie am zweiten Tag des ZuSch-Festivals auf der Bühne.
Organisator zieht positive Bilanz
„Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder viele tolle Höhepunkte präsentieren zu können. Sowohl am Freitagabend zum Wandelkonzert, als auch am Sonnabend zu den Workshops und Konzerten in der Aula oder am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals kamen viele Besucher auf den Schlossberg“, erklärte der Geschäftsführer der Kultursegelgesellschaft, Karl-Heinrich Wendorf.
Erstmals war das Festival komplett auf dem Schlossberg veranstaltet worden. Die Gegebenheiten als Baustelle und die Baustelleneinrichtung sind mittlerweile so weit zurückgebaut, dass sich das Festival der Kultursegel gGmbH in der Remise und der Aula etablieren konnte.
Ehemalige Jury-Leiterin zeigt sich begeistert
Ein Bild von der Veranstaltung machte sich auch Hortensia Völkers. Sie leitete vor etwas mehr als einem Jahr die Jury für das bundesweite „Aller.Land“-Projekt. Zusammen gestalten und Strukturen stärken, lautet die Philosophie dieser Aktion, worauf sich in Mecklenburg-Vorpommern drei Projekte beworben hatten. Bundesweit waren es 76. Die Wahl für MV fiel auf Gadebusch.
„Da hier in Gadebusch das Projekt Aller.Land in das ZuSch-Festival eingebunden ist, möchte ich mich von der Umsetzung des Projektes überzeugen. Wir haben für fünf Jahre finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt und wollen schauen, ob sie gut angelegt sind“, erklärte Hortensia Völkers. „Ich sehe, dass sich diese Investition in den ländlichen Raum gelohnt hat. Das Vorhaben, in Gadebusch bis 2031 eine Landesmusik-Akademie entstehen zu lassen, ist groß. Aber ich sehe auch, dass hier viele Menschen an einem Strang ziehen“, sagte sie.