Die beiden wichtigen Fähranleger der zwischen Rügen und Hiddensee verkehrenden Fähre „Vitte“ werden erneuert. Die Arbeiten in Schaprode auf Rügen und Vitte auf Hiddensee starten nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen Ende Oktober und sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Auch während der Bauzeit soll der Schiffsverkehr zwischen den beiden Orten aufrechterhalten werden.
Modernisierung sichert Grundversorgung
Die Arbeiten sicherten nicht nur die Grundversorgung Hiddensees für die kommenden Jahrzehnte. Laut Landkreis werden auch die Voraussetzungen für den Einsatz einer teils mit Strom betriebenen Hybridfähre geschaffen. Diese soll nach Abschluss der Arbeiten im kommenden Frühjahr den Linienbetrieb übernehmen. Dadurch würden Lärm- und Schadstoffemissionen im dortigen Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft deutlich reduziert.
Ersatzanleger und geänderter Güterverkehr
In Vitte soll laut Landkreis für die Bauzeit ein Ersatzfähranleger errichtet werden. Der Güterverkehr – also die Versorgung der Insel Hiddensee beispielsweise mit Lebensmitteln und Post – wird über den Anleger Wittower Fähre-Süd auf Rügen abgewickelt.
Der Landkreis erklärte zudem, die an der Modernisierung beteiligten Partner seien auf winterliches Wetter vorbereitet und stimmten sich eng ab, um die Grundversorgung der Insel abzusichern.
Hintergrund: Eis-Winter erschwerte Verkehr
Im zurückliegenden Winter hatte starke Eisbildung den Verkehr zwischen Rügen und Hiddensee sehr erschwert. Die „Vitte“ konnte wegen eines Eisschadens zeitweise nicht fahren. Ein Ersatzschiff hatte nur begrenzt Platz. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) musste zeitweise bei der Versorgung der Insel mit einem eigenen Schiff helfen.