Die Hansestadt Wismar beantragt für das Jahr 2027 rund 7,8 Millionen Euro Städtebaufördermittel. Das Geld soll für die weitere Sanierung der historischen Altstadt und des Hafens verwendet werden, die unter dem Schutz der UNESCO-Welterbestätte stehen.
90 Prozent Förderung wegen Haushaltsnotlage
Da sich Wismar in einer Haushaltsnotlage befindet, erhält die Stadt für ihre Investitionen eine 90-prozentige Städtebauförderung. Dies gilt auch für die Schaffung eines weiteren Wohngebietes. Insgesamt sind fünf Ordnungs- und elf Baumaßnahmen geplant.
Größte Baumaßnahmen im Detail
Zu den größten Baumaßnahmen zählt die Sanierung des Hauses in der ABC-Straße 17 mit fast einer Million Euro Kosten. Im Rathaus wird der Keller saniert, wofür etwa eine Million Euro eingeplant sind. Für Arbeiten an Fenstern und Fassade des Rathauses sind weitere 700.000 Euro vorgesehen. An den Kirchen Sankt Nikolai und Sankt Marien werden Arbeiten für insgesamt fast 1,8 Millionen Euro veranschlagt.
Rückkauf des Thormann-Speichers
Unter den Ordnungsmaßnahmen steht der Thormann-Speicher mit einer Million Euro Kosten an erster Stelle. Diese Summe ist nötig, um das historische Speichergebäude am Alten Hafen zurückzukaufen. Der Käufer des Backsteingebäudes hatte aus Sicht der Stadt die vertraglich vereinbarten Ziele nicht erfüllt. Etwas mehr als 200.000 Euro plant die Stadt für das Baumhaus ein, da der Betreiber, der Poeler-Koggen-Verein, seit April insolvent ist.