Warnowbrücke Rostock: Sondersitzung der Bürgerschaft geplant
Warnowbrücke: Sondersitzung der Bürgerschaft geplant

Die Rostocker Bürgerschaft soll im November erneut über den Bau der Warnowbrücke entscheiden. Dafür ist eine Sondersitzung geplant, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Hintergrund sind unterschiedliche Angaben zu den Mehrkosten des Projekts.

Uneinigkeit über die Mehrkosten

Erst vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass die geplante Brücke über die Warnow deutlich teurer wird als ursprünglich angenommen. Nun kursieren verschiedene Zahlen. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Meister sagte dem NDR, es sei nicht nachvollziehbar, wie die Stadt auf 25 Millionen Euro Mehrkosten komme. Aus Bürgerschaftskreisen heißt es dagegen, die Brücke würde 35 Millionen Euro zusätzlich kosten.

Am vergangenen Montag hatten sich Bieter, die Angebote für den Bau der Brücke abgegeben haben, bei den Fraktionen vorgestellt.

Bundesförderung noch offen

Die Verwaltung hat zudem angekündigt, beim Bund weitere Fördergelder beantragt zu haben. Da der Haushaltsausschuss des Bundestages darüber allerdings erst nach der kommenden Bürgerschaftssitzung entscheidet, muss eine Sondersitzung der Bürgerschaft einberufen werden. Auf dieser soll beraten werden, ob sie dem Bau zustimmt.

Grüne und AfD haben sich auf NDR-Nachfrage für den Bau ausgesprochen. Allerdings wolle die AfD nur zustimmen, wenn der Bund mehr Geld gibt und die Stadtkasse nicht zusätzlich belastet wird.