Wer befreit Rostock von der Hansa-Aufkleber-Plage?
Hansa-Aufkleber-Plage in Rostock: Wer befreit die Stadt?

In Warnemünde sind viele Strandschilder so stark mit Aufklebern des F.C. Hansa Rostock bedeckt, dass wichtige Hinweise nicht mehr lesbar sind. Das wurde bei einer Sitzung des Ortsbeirats Warnemünde bekannt. Ein Besucher machte den Ortsbeirat und andere Gäste darauf aufmerksam, dass beispielsweise Hinweise zu Hundestränden nicht mehr zu erkennen sind.

Kampf gegen die Aufkleber-Flut

Nach Angaben aus dem Beirat entfernt der städtische Betriebshof die Sticker fortlaufend, teils mit Spezialmitteln. Doch der Erfolg ist nur von kurzer Dauer: Kaum sei ein Hinweisschild wieder frei, seien im Nu neue Aufkleber drauf.

Das Problem: Das Anbringen der Aufkleber ist eine Ordnungswidrigkeit. Die Verfolgung solcher Taten ist jedoch schwierig, da die Verursacher häufig auf frischer Tat ertappt und ihre Personalien festgestellt werden müssen.

Stadtweite Säuberungsaktion gefordert

Aus dem Ortsbeirat kam der Vorschlag, das Thema stadtweit zu bündeln. Demnach sollen weitere Ämter und kommunale Unternehmen bei einer Hansa-Aufkleber-Säuberungsaktion eingebunden werden. Zudem wurde angeregt, den Verein direkt anzusprechen.

Der Betriebshof richtet den Fokus inzwischen auf die schnelle Wiederherstellung der Lesbarkeit der Schilder. Die Reinigung erfordert je nach Aufkleber-Material unterschiedlichen Einsatz, weshalb häufig Spezialmittel zum Einsatz kommen. Ziel bleibe es, die Hinweise am Strandbereich verlässlich verfügbar zu halten.

Ausblick

Ein für Ende Juni dieses Jahres geplanter F.C.-Hansa-Strandtag in Warnemünde wurde wegen Hitze abgesagt. Ob es 2027 einen neuen Versuch gibt, bleibt abzuwarten.