Hansa Rostock verliert auch in Aachen: 0:2 gegen Alemannia
Hansa Rostock unterliegt Aachen mit 0:2

Der FC Hansa Rostock hat seine englische Woche mit einer weiteren Enttäuschung abgeschlossen. Die Mannschaft von Neu-Coach André Breitenreiter kassierte am Samstag eine bittere 0:2 (0:2)-Niederlage bei Alemannia Aachen. Dem überraschenden 0:2 am Dienstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Meppen folgte damit gegen zuletzt ebenfalls enttäuschende Aachener eine weitere Pleite.

Null Punkte statt der erhofften sechs, um den Kontakt zur Spitzengruppe zu halten - das hatten sich die Mecklenburger ganz anders vorgestellt. Doch vor allem das Zustandekommen dieser Rückschläge dürfte Breitenreiter intensiv beschäftigen. Denn auch am Samstag hatte seine Mannschaft zumindest in den ersten 45 Minuten unfreiwillig großen Anteil am Erfolg des Gegners. Keine Inspiration, keine Übersicht, kein Tempo, stattdessen Ballverluste, Verunsicherung und Ratlosigkeit. Nach dem Seitenwechsel wurde es spielerisch besser - doch dann kam jede Menge Pech dazu.

Früher Rückstand nach Ballverlust

Schon dem frühen Gegentreffer waren ein leichter Ballverlust und schlechte Zuordnung bei der "Kogge" vorausgegangen. Mika Schroers' klasse Steckpass fand seinen Sturmpartner Louis Köster, den die Hansa-Defensive völlig aus den Augen verlor. Der Ex-Rostocker versenkte den Ball durch die Hosenträger von FCH-Keeper Luca Unbehaun im langen Eck - 1:0 für Aachen nach acht Minuten.

Die Gäste waren danach um Ruhe und Spielaufbau bemüht und schnupperten in der 19. Minute am Ausgleich, als der Ball Emil Holten, der nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf stand, am Fünfmeterraum erreichte. Doch der Stürmer kam nur leicht mit der Fußspitze ran, und so blieb es bei der guten Möglichkeit für die Gäste. Und das für sehr lange Zeit.

Unbehaun beim 0:2 unglücklich

Denn statt des Ausgleichs fiel erneut mit tatkräftiger Unterstützung der Mecklenburger der zweite Aachener Treffer. Unbehaun machte alles andere als eine gute Figur, als ein Freistoß von Lukas Scepanik aus gut 25 Metern im Rostocker Kasten landete - auch wenn der Ball kurz vor dem Tor unangenehm aufsetzte (26.).

Spätestens dieses zweite Gegentor war auch ein Wirkungstreffer, es lief nicht mehr viel zusammen beim FCH - zumindest bis zum Seitenwechsel. Immerhin, in der zweiten Hälfte präsentierte sich das Breitenreiter-Team aggressiver und offensiver, setzte sich zwischenzeitlich in der Aachener Hälfte fest. Allein, keine der zahlreichen guten Chancen führte zu einem mittlerweile verdienten Tor der Rostocker gegen Hausherren, denen sichtbar die Kräfte schwanden.

Pech und strittige Entscheidungen

Pech hatten die Gäste zudem, als Ahmet Gürleyen im Getümel aus kurzer Distanz zum Kopfball kam und Köster auf der Linie nicht regelkonform klärte. Doch Schiedsrichter Eric Weisbach ahndete das Handspiel nicht. Breitenreiter setzte alles auf eine Karte, brachte nach rund 65 Minuten gleich drei frische Offensivkräfte, doch es blieb beim bitteren 0:2.

In der Schlussphase hatte Hansa zudem Pech: Der bereits vorbelastete Petros Bagalianis stieg gegen Holten, der im Anschluss behandelt werden musste und mit sichtlichen Knieschmerzen weiterspielte, unnötig viel zu hart ein und hätte dafür seine zweite Gelbe Karte des Spiels sehen müssen. Stattdessen sah Rostocks Jonas Dirkner nach einem Ellenbogenschlag kurz vor Schluss noch die Rote Karte - eine kuriose Entscheidung. Und Schlusspunkt eines bitteren Nachmittags für den FC Hansa Rostock.