Der HC Empor Rostock hat beim Aufsteiger zur 3. Handball-Liga nichts anbrennen lassen. Die Rostocker stürmten mit einem eindrucksvollen 38:28 (16:11)-Erfolg über den HV Grün-Weiß Werder die Ernst-Haeckel-Halle und verfügen vor dem Derby am 4. Oktober in der Stadthalle gegen den Stralsunder HV über 8:2 Punkte.
Trainer fordert mehr Konzentration
Trotz des klaren Erfolgs meinte Cheftrainer Stephan Just: „Die Differenz hätte noch höher ausfallen können. Es waren einige technische Fehler zu viel. Auch Großchancen wurden ausgelassen. Daran müssen wir weiter arbeiten.“
Die Männer von der Ostseeküste traten schon zu Beginn der nur von 133 Zuschauern besuchten Begegnung konzentriert auf. Die Defensive unterband rechtzeitig den Spielfluss der Gastgeber. Im Vorwärtsgang lief der Ball, wurde die gegnerische Defensive unter Druck gesetzt.
Frühe Auszeit der Gastgeber
Die Folge: Auszeit nach zehn Minuten beim Stand von 3:5 durch Grün-Weiß-Coach Max Ziegler. Den Spielfluss der Rostocker konnte er damit aber nicht unterbinden. Sie dominierten weiter das Geschehen. Vor allem der in der Stammsieben für Finn Scheminski im rechten Rückraum aufgebotene Alexander Schütze stellte die Werder-Verteidigung vor Probleme.
Über die Stationen 7:4 (12.), 13:7 (20.) und 15:9 (25.) ging es mit 16:11 in die Pause. Aus der konnte Elias Gansau nicht mehr auf das Parkett zurückkehren. Der linke Rückraumakteur hatte nach exakt 29:47 Minuten seine dritte Zeitstrafe kassiert und wurde gemäß Reglement disqualifiziert.
Rostock zieht davon
Das tat dem Spielfluss der Ostseestädter aber keinen Abbruch. Sie machten weiter Druck, zogen in der 37. Minute durch einen Doppelschlag des umtriebigen Julius Siegler und „Alex“ Schütze auf 23:15 (37.) davon. Erneut griff Ziegler zur grünen Karte und nahm eine Auszeit. Dieses Mal schien die Maßnahme ihre Wirkung zu erzielen.
Philipp Reineck, mit acht Toren bester Werfer in den Reihen der Havelstädter, verkürzte durch einen Dreierpack auf 18:23 (39.). Doch mehr ließen die Blau-Gelben nicht zu. Selbst als Juri Richter auf die Strafbank musste, wurde auf 28:20 (45.) erhöht. Mehr noch: Empor legte nach und erzielte nach dem 29:21 (46.) fünf Treffer am Stück zum 34:21 (51.).
HC Empor: Wetzel, L, Mehler – Costa Dias (5), Schütze (8), Siegler (4), Gansau (2), Uhl (6/4), D. Mehler (5), Lößner, F. Scheminski, P. Steinberg (2), Reichardt (4), Schön, Richter (2), M. Scheminski, H. Harm