24 Tonnen Millionen-Fracht: Lkw-Kollision im Rostocker Hafen
Lkw-Kollision im Hafen: Millionen-Fracht an Bord

Im Rostocker Überseehafen sind am Donnerstag zwei Lastwagen zusammengestoßen. Der Unfall selbst war schnell aufgenommen – viel bemerkenswerter war jedoch die Fracht eines der Fahrzeuge: 24 Tonnen Gesteinsbrocken aus einem norwegischen Steinbruch, deren Wert weit über einer Million Euro liegt.

Wendemanöver führt zur Kollision

Kurz vor 9 Uhr war der Lkw mit der wertvollen Ladung im Seehafen unterwegs und wollte an einer Ampelkreuzung wenden, um zum Zoll zu fahren. Beim Ausholen schwenkte das Fahrzeug aus. Ein auf der Nebenspur fahrender Laster erkannte dies zu spät und fuhr geradeaus weiter – es kam zur Kollision.

Die Feuerwehr rückte mit einem kompletten Löschzug an, zusätzlich waren Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Der Sachschaden blieb gering, beide Fahrer unverletzt. Die Unfallaufnahme war daher schnell erledigt.

Exklusives Gestein aus Nord-Norwegen

Der Fahrer des wendenden Lkw gab an, er sei aus der Region am Nordkap gekommen und auf dem Weg nach Polen gewesen. Die Ladung stammte aus einem Steinbruch in der Gemeinde Kautokeino (Finnmark), der weltweit für ein besonders exklusives Naturgestein bekannt ist: „Masikvartsitt“. Dabei handelt es sich um einen intensiv grünen Quarzit, dessen Färbung durch das chromhaltige Glimmer-Mineral Fuchsit entsteht.

Der Stein entstand über Jahrmillionen unter extremem Druck und hohen Temperaturen. Er wird weltweit für hochwertige Küchenarbeitsplatten, exklusive Wandfliesen sowie edles Innendesign und gehobene Außenbereiche verwendet. Nach der Unfallaufnahme konnte der Lkw seine Fahrt fortsetzen.