Seawolves trotz 79:110-Pleite gegen Thessaloniki: Ausverkaufte Stadthalle
Seawolves trotz Pleite: Ausverkaufte Stadthalle in Rostock

Die Rostock Seawolves haben im vierten Gruppenspiel des EuroCups die dritte Niederlage kassiert. Gegen Aris Thessaloniki unterlag der Basketball-Bundesligist am Dienstagabend mit 79:110 (37:58) in der Rostocker Stadthalle. Für die Mecklenburger war es dennoch ein besonderer Abend: Erstmals in der Vereinshistorie war ein internationales Pflichtspiel der Hanseaten restlos ausverkauft.

Über 4.000 Zuschauer feiern Basketball-Party

Über 4.000 Zuschauer erlebten in der Rostocker Stadthalle eine große Basketball-Party. Besonders lautstark unterstützten die rund 800 mitgereisten Thessalonik-Anhänger ihr Team – einige von ihnen standen mit nacktem Oberkörper in der Arena. Der griechische Vertreter enttäuschte seine Sympathisanten nicht: Im vierten Spiel gelang der Mannschaft von Trainer Vasilios Spanoulis der vierte deutliche Sieg.

Klare Korb-Nachteile für die Seawolves

Für die Seawolves war das Duell mit dem Titelmitfavoriten, bei dem einige frühere NBA-Profis auf der Platte standen, von Beginn an die erwartet komplizierte Angelegenheit. Besonders unter dem Korb hatten die Mecklenburger deutliche Nachteile. Das Team von Coach Przemyslaw Frasunkiewicz suchte sein Heil mit Würfen aus der Distanz – allerdings mit mäßigem Erfolg. Auch von der Drei-Punkte-Linie waren die Gäste weitaus zielsicherer. Nach einem einigermaßen ausgeglichenen ersten Viertel (20:29) wurde in den zweiten zehn Minuten fast schon ein Klassenunterschied deutlich: Thessaloniki baute seinen Vorsprung auf 21 Zähler aus.

Gäste ziehen davon, Seawolves ohne Chance

Auch nach der Halbzeit blieben die Kräfteverhältnisse gleich. Die Griechen um ihre NBA-erfahrenen Korbjäger Jeremiah Robinson-Earl, E.J. Liddell und Khem Birch zogen rasch auf 27 Punkte davon und erstickten die Rostocker Hoffnungen auf eine Aufholjagd frühzeitig. Die Gäste-Anhänger hüpften, tanzten und sangen auf der Tribüne und sorgten so weiterhin für eine tolle Atmosphäre. Für die Seawolves ging es ab Mitte des dritten Viertels nur noch darum, ein achtbares Ergebnis zu erreichen. Die Erkenntnis hatte sich bei Spielern und Fans längst durchgesetzt: Dieser Gegner war für den Bundesligisten schlichtweg eine Nummer zu groß. Die Partie fiel für die Mecklenburger letztlich in die Rubrik „kostenlose Lehrstunde“.