Säure-Anschläge in Rostock: Polizei hat offenbar Tatverdächtigen im Visier
Säure-Anschläge: Polizei hat offenbar Tatverdächtigen im Visier

Die Serie von Säureanschlägen auf S-Bahnhöfe in Rostock setzt sich fort. Am Mittwochabend kam es den dritten Tag in Folge zu einer Anhaftung von ätzender Flüssigkeit an einem Fahrstuhl. Dieses Mal betroffen: der Umsteige-Knotenpunkt am Holbeinplatz.

Erneuter Vorfall am Holbeinplatz

Gegen 20 Uhr lief der Alarm bei Feuerwehr und Polizei ein. Auf dem Bahnsteig am S-Bahnhof Holbeinplatz waren ein Verkaufsautomat für Getränke und Snacks und erneut ein Fahrstuhl mit der ätzenden Säure beschmiert worden. Der Gefahrenbereich wurde von Beamten der Bundespolizei umgehend abgesperrt.

Zuvor war es am Montag am S-Bahnhof Lichtenhagen und am Dienstag in der Parkstraße zu derartigen Säure-Anschlägen gekommen. Dabei wird vermutet, dass Fluss-Säure mit einem präparierten Edding verspritzt wurde – so auch am Mittwochabend.

Feuerwehr rückt mit großem Aufgebot an

Die Feuerwehr rückte mit einem ähnlich hohen Kräfteansatz wie schon in den vergangenen beiden Tagen aus. Ein Abrollbehälter „Gefahrgut“ wurde auf der Straße stationiert, ein Messfahrzeug führte Messungen in der Luft durch. Feuerwehrleute nahmen den Stoff auf und neutralisierten ihn. Die ätzende Säure wurde im Anschluss gebunden, um chemische Reaktionen zu stoppen und eine Ausbreitung in die Umwelt zu verhindern.

Um welchen Stoff es sich genau handelt, stand am Mittwochabend noch nicht fest. Es könnte sich aber wieder um die so gefährliche Fluss-Säure handeln.

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und hat offenbar auch einen Tatverdächtigen im Blick, der für die drei Taten verantwortlich sein könnte. Aus internen Kreisen war zu erfahren, dass die Beamten bereits wissen würden, wie der Säurespritzer aussieht. Die Schlinge scheint sich immer weiter zuzuziehen.