Vom 29. September bis 3. Oktober können Besucher in der Rostocker Nikolaikirche ungetragene Kleidung abgeben und dafür andere Stücke mitnehmen. Der „Schätzchen“-Pop-up-Kleidertausch gilt laut Organisatoren als größter Kleidertausch in Mecklenburg-Vorpommern.
Zeichen gegen die Wegwerfkultur
Der Markt ist Teil der Fairen Woche in der Hansestadt. „Ressourcen werden geschont und Müllberge vermieden, wenn Kleidung ein zweites Leben geschenkt wird“, sagt Rostocks Senatorin Ute Fischer-Gäde (Grüne) über das Konzept der Veranstaltung der Fairtrade-Stadt Rostock.
Neben dem Tausch ist ein kostenloses Begleitprogramm geplant. In der Nähwerkstatt des Upcycling-Ateliers können von Dienstag bis Freitag kleinere Schäden wie Löcher oder fehlende Knöpfe repariert werden. Zudem werden Sticktattoos angeboten, mit denen sich T-Shirts, Hosen oder Taschen individuell gestalten lassen. Am Freitag und Samstag bringt Siebdrucker Dustin – nach Angaben der Stadt bereits zum vierten Mal dabei – Aufdrucke auf Textilien.
Regeln für die Abgabe
Pro Besuch können bis zu 15 Kleidungsstücke ab Größe 152 abgegeben werden. Accessoires wie Gürtel, Kopfbedeckungen, Schals und Taschen sind ebenfalls zugelassen. Schuhe, Kinderkleidung, Socken und Strumpfhosen werden hingegen nicht angenommen. Alle Stücke sollen frisch gewaschen und frei von Tierhaaren sein. Am Annahmetresen wird die Qualität geprüft: Nur saubere, intakte und fleckenfreie Kleidung kommt auf die Ständer und in die Umkleiden. Nicht geeignete Spenden müssen wieder mitgenommen werden.
Bei der Frage, wie viele neue Stücke mitgenommen werden können, verzichtet die Stadt auf eine Begrenzung und setzt auf eigenverantwortliches Handeln der Besucher. Geöffnet hat der Tausch in der Nikolaikirche Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 14 Uhr. Für November ist das nächste „Schätzchen“ als Spielzeugtausch geplant.