Warnemünde: Lehrerin erinnert sich an DDR-Entertainer Horst Köbbert
Lehrerin erinnert sich an Horst Köbbert

Im Heimatmuseum Warnemünde erinnert eine Medienstation an den DDR-Entertainer Horst Köbbert (1928–2014). Besucher können dort historische Aufnahmen des gebürtigen Warnemünders hören, der von 1966 bis 1990 die Sendung „Klock 8, achtern Strom – aus der Rostocker Hafenbar“ moderierte.

Ein Leben für die maritime Musikshow

Köbbert wirkte später auch bei „Ein Kessel Buntes“ mit. Museumsleiter Christoph Wegner erläutert: „Die maritime Musikshow ‚Klock 8‘ wurde zunächst im Kurhaus Warnemünde aufgezeichnet und später im Ostseestudio in der Thierfelder Straße in Rostock produziert.“ Bis zur letzten Ausgabe am 13. Oktober 1990 gehörte die Sendung zu den populären Formaten des DDR-Fernsehens.

Ausgestellt ist auch ein Taucherhelm aus Köbberts Privatbesitz. Vor seiner Karriere in der DDR-Unterhaltungsbranche hatte der gebürtige Warnemünder als Taucher gearbeitet.

Erinnerungen einer Komparsin

Jutta Weidemann, seit 2025 stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins, teilt besondere Erinnerungen an Köbbert. Ende der 1970er-Jahre machte sie als Komparsin bei „Klock 8, achtern Strom“ mit – zusammen mit einer Freundin. „Ich war Junglehrerin, wir hatten eine junge Familie – das Geld war willkommen“, sagt sie heute.

Proben und Aufzeichnungen liefen abends im Studio an der Thierfelder Straße ab, meist zwischen 17 und 21.30 Uhr. Die Beteiligten wurden platziert, Outfits abgestimmt, Szenen teils mehrfach gedreht. „Horst Köbbert war sehr fokussiert. Er hatte keine Zeit für Gespräche nebenbei“, erinnert sich Weidemann.

Ein Schatz mit Widmung

Ihr besonderer Schatz ist eine Ausgabe der Autobiografie von Horst Köbbert „Erinnerungen an meinen Appetit“ – mit persönlicher Widmung des Entertainers.