Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen. Vor knapp 2000 Zuschauern in der heimischen Palmberg Arena gab es einen souveränen 3:1-Sieg gegen den Vizemeister Dresdner SC.
Perfekter Start nach Auftakterfolg
Nach dem glatten 3:0-Auftaktsieg bei den Ladies in Black Aachen haben die Mecklenburgerinnen damit auch ihr erstes Heimspiel der neuen Spielzeit gewonnen. Die Sätze endeten 25:16, 29:31, 25:19 und 26:24.
Besonders gespannt waren die SSC-Fans auf Neuzugang Nataly Garcia aus Puerto Rico, die aber am Ende des Tages noch keine Spielzeit bekommen sollte. Die 25-Jährige wurde kurzfristig verpflichtet, da sich die US-Amerikanerin Lauren Rumel in der Vorbereitung schwer am Knie verletzt hatte und dem SSC in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
Hiobsbotschaft für Ex-Schwerinerin
Für eine Ex-Schwerinerin gab es jedoch bereits vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft. Dresdens Kapitänin Patricia Nestler bekam die Diagnose ihrer Verletzung, die sie sich bei der 0:3-Auftaktniederlage gegen Allianz MTV Stuttgart zugezogen hatte: Teilabriss des vorderen Kreuzbandes - eine niederschmetternde Nachricht für die 25-Jährige, die von 2020 bis 2023 in Schwerin spielte und über die Station Rote Raben Vilsbiburg nach Dresden wechselte.
Der SSC kam gut in die Partie, lag schnell mit 9:4 in Führung. Die Gastgeberinnen blieben druckvoll, mussten sich aber vor Lena Kindermanns Angriffsbälle in Acht nehmen. Auch Kindermann hat eine SSC-Vergangenheit, wurde sie doch einst hier ausgebildet und feierte auch ihr Bundesligadebüt in der MV-Landeshauptstadt.
Spannung und Wendungen im Spielverlauf
Über Führungen von 18:12, 22:15 und 24:16 nutzte Schwerin gleich den ersten Satzball. Ein Start nach Maß, die Mecklenburgerinnen waren von Beginn an hellwach. Vor allem SSC-Kapitänin Anne Hölzig und Jet Kok ließen es im Angriff dabei ordentlich krachen und sammelten fleißig Punkte.
Auch im zweiten Satz legten die Schwerinerinnen los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 4:1. DSC-Coach Alexander Waibl nahm gleich mal eine Auszeit, wenig später nach dem Punkt zum 7:3 gab es auf Dresdner Seite gleich die nächste. Doch es half nichts - der SSC zog auf 9:3 weg. Dann bekam das Spiel der Hausherrinnen einen Knacks, der DSC lag urplötzlich mit 12:10 in Führung. SSC-Trainer Felix Koslwoski reagierte und bediente schnell ein paar Stellschrauben, dann funktionierte es wieder. Beim Stand von 23:19 für den SSC sah alles nach einem souveränen Satzgewinn für die Gastgeberinnen aus, da schlug Dresden zurück.
Fünf Punkte in Serie und der DSC hatte urplötzlich Satzball. Den wehrten die Schwerinerinnen erfolgreich ab, einen zweiten und dritten auch noch, den vierten aber nicht mehr - so glich der DSC zum 1:1 (31:29) aus. Aus Schweriner Sicht war dieser Satzverlust unnötig, hatte man den Gegner doch weitestgehend im Griff.
Entscheidung im vierten Satz
Im dritten Satz erwischte der SSC einen Traumstart, schnell führte man 6:0. Kurze Zeit später weckte dieser Durchgang aber Erinnerungen an Satz Nummer zwei. Dresden kämpfte sich trotz hoher SSC-Führung immer wieder zurück, musste sich dann aber doch mit 19:25 geschlagen geben. 2:1 für Schwerin.
Im vierten Satz ging es weitaus spannender zur Sache, nach ausgeglichenem Beginn setzte sich Dresden aber leicht ab (15:11). Nun waren es die Schweriner Volleyballerinnen, die sich immer wieder rankämpften und plötzlich zum 19:19 ausglichen. Nun ging es hin und her.
Dresden legte jeweils vor, Schwerin glich aus. Dann sogar die eigene 23:22-Führung. Sekunden später gab es sogar die ersten beiden Matchbälle für den SSC - Dresden wehrte beide ab, Nummer drei konnte der SSC aber nutzen.