Der Kreisverband Schwerin des Bündnisses Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW) fordert eine deutliche Reduzierung der Wahlwerbung im öffentlichen Raum. In einem offenen Brief wenden sich die Mitglieder an Oberbürgermeister Sebastian Ehlers und Stadtpräsidentin Mandy Pfeifer.
BSW warnt vor Belastungen durch Wahlplakate
Die Vielzahl an Wahlplakaten verursache zusätzlichen Aufwand für Stadtreinigung und Entsorgung. Zudem sieht das BSW mögliche Gefahren für Verkehrsteilnehmer beim Anbringen, durch die Plakate selbst und bei deren Entfernung. „Letztlich wird Volksvermögen vernichtet, die Umwelt in beachtlicher Weise belastet, das Straßenbild verunglimpft“, heißt es in dem Schreiben.
Parteiübergreifende Verständigung angestrebt
Der Kreisverband regt eine parteiübergreifende Verständigung unter Beteiligung der Schweriner Bürger an. Ziel sei ein verbindliches Regelwerk als Bestandteil der Stadtordnung, das die Plakatierung bei künftigen Wahlen deutlich reduziert. Weniger Wahlwerbung könne nach Ansicht des BSW Ressourcen und Kosten sparen und zugleich die Demokratie stärken.
BSW verpasst Landtag knapp
Der Kreisverband bezeichnet seinen Vorschlag als Ausdruck „politischer wie wirtschaftlicher Vernunft“. Das BSW – einst Bündnis Sahra Wagenknecht, seit 1. Oktober 2026 Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft – hat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September mit 4,8 Prozent der Stimmen den Einzug in den Schweriner Landtag knapp verpasst.