Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, hat die SPD-Politikerin Manuela Schwesig auf dem JU-Deutschlandtag scharf attackiert. In Anspielung auf den früheren Einsatz der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern für die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 warf er ihr vor, sie habe sich „von Russland kaufen lassen und das Ganze der deutschen Öffentlichkeit auch noch als Klimaschutz verkauft“.
Attacke auf Schwesig
Nach Sanktionsdrohungen der USA gegen beteiligte Firmen war der Bau der Pipeline 2020 ins Stocken geraten. Daraufhin gründete Mecklenburg-Vorpommern eine Klimaschutzstiftung, unter deren Schutzmantel der Bau zu Ende gebracht wurde.
Zurückweisung der Vorwürfe
Die Vorwürfe Schwesigs, die CDU sei „unmenschlich“ mit der nach dem Tod ihrer Stieftochter zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) umgegangen, wies Winkel erneut zurück. „Wir lassen uns ganz bestimmt nicht von Manuela Schwesig belehren, wenn es um Anstand und Haltung in der deutschen Politik geht“, sagte Winkel.
Er sprach von einer „Fata Morgana der unmenschlichen Angriffe“ und warf Schwesig auch vor, sich „ohne jeden konstruktiven Anspruch an der Bundesregierung“ abzuarbeiten – statt an der SPD.
Wahl auf dem Deutschlandtag
Winkel ist seit 2022 Vorsitzender der Jungen Union, der unabhängigen Jugendorganisation von CDU und CSU mit etwa 90.000 Mitgliedern. Auf dem Deutschlandtag stellt er sich für weitere zwei Jahre zur Wahl.