Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) wird einem neuen Kabinett nicht angehören. In einer Erklärung, die der dpa vorliegt, kündigte sie an: „Aus familiären Gründen stehe ich in der neuen Legislaturperiode nicht mehr für ein Ministeramt in der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.“
Sieben Jahre im Kabinett von Manuela Schwesig
Es sei eine große Ehre gewesen, sieben Jahre lang im Kabinett von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dem Land und seinen Menschen zu dienen. „Ich habe die vergangenen sieben Jahre genutzt, um die Weichen für ein starkes Wissenschaftssystem in Mecklenburg-Vorpommern zu stellen. Denn – davon bin ich überzeugt – von dieser Innovationskraft hängt viel für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes ab.“
Martin sei froh, dass es für Schwesig nach der Landtagswahl möglich sei, eine starke Regierung zu bilden. Die Regierungsbildung werde sie noch aktiv begleiten, betonte Martin. Danach werde sie auch ihr Landtagsmandat niederlegen.
Wechsel im Ministeramt
Von 2019 bis 2021 war Martin Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Seit November 2021 ist die 60-Jährige Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Am vergangenen Sonntag war Landtagswahl im Nordosten. SPD, Linke und Grüne kommen auf eine Mehrheit im Parlament. In der kommenden Woche will Schwesig die Sondierungsgespräche starten. Zuvor wurde bereits bekannt, dass Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) aus privaten Gründen nicht erneut für ein Ministeramt zur Verfügung steht.